Reisebericht Costa Rica

Auf diesen Seiten möchte ich von einer Reise durch Costa Rica berichten, das wir im Rahmen unserer Mittelamerikatour besucht haben.

Montag, 24.2.2014

Um 9:40 Uhr heben wir in Mexico City ab und sind nach 2 1/2 Stunden in San José . Der Flug war mit Interjet und 2360 mexikanischen Pesos gar nicht so teuer. Umgerechnet waren das 143 Euros.

Um 12:10 Uhr landen wir in San José. Wir tauschen am Flughafen 100 Euro um und erhalten zum miserablen Kurs dafür 60 000 Colones. Schnell stellen wir fest, dass hier gar keiner die einheimische Währung haben will, sondern Dollars. Man rechnet ganz einfach: 1 Dollar = 500 Colones.

Als wir aus der Ankunftshalle herauskommen, ist es schon halb zwei. Draußen vor der Ankunftshalle erwartet die Touristen die übliche Taxi-Mafia und zwingt allen ihre Preise auf. Wir entscheiden uns deshalb (zufällig) für die private Fahrt mit einem lustigen Pastor, der morgens Taxi fährt und nachmittags seine Gemeinde betreut. Für 35 Dollar (hier geht alles in US Dollar!) fährt er uns in seinem Privatwagen zum Hotel Casa Conde in San José, wobei wir schon einmal den Stau in dieser ziemlich unattraktiven Stadt kennenlernen. Natürlich wissen wir gar nicht, ob er wirklich Pastor ist. Und eine Taxi-Lizenz hat er auch nicht, aber hier in Costa Rica wird alles nicht so ernst genommen. Er erzählt uns viel von seiner Stadt (1,5 Mill. Einwohner, im engeren Bereich 500 000) und den Problemen, die die Costaricaner (die >Ticos<, wie sie genannt werden, haben. Hier sieht in der Tat alles anders aus als in Mexiko.
Vor allem San José: die Stadt ist nicht attraktiv, sehr unruhig, vollgestopft mit Autos. Alle Fenster der Häuser sind vergittert, die Zäune um die Häuser mit Stacheldraht verziert. Das macht einen beängstigenden Eindruck und ist ganz anders als in Mexiko. Und überall kreischen irgendwelche Vögel in den Bäumen.
Wenn man sich die Karte Costa Ricas anschaut, fällt sofort auf, das die Hauptstadt Jan José ziemlich in der Mitte des Landes im hügeligen Bergland liegt. Außerdem erkennt man die Vielzahl der Naturparks, die grün eingezeichnet sind. Dazu kommen noch geschützte Unterwasserparks dazu. Insgesamt also ein Land, wo man viel ursprüngliche Natur erwarten kann. Mehr als ein Viertel des Landes steht unter Naturschutz. Äußerst positiv empfanden wir auch die Information, dass bereits 1950 die Armee abgeschafft wurde und das Geld für soziale und wirtschaftliche Zwecke ausgegeben wird. Ganz erstaunt waren wir, als unser Pastor erzählte, dass Costa Rica zu 100 % seine Energie aus eigenen Wasservorräten schafft und großen Wert auf Ökotourismus legt.

Das Hotel ist schon etwas älter, aber die Suiten sind geräumig. Wir bekommen Zimmer 321 und 323 jeweils mit Küche und 2 Schlafzimmern. Die Einrichtung ist altmodisch und wir merken schnell, dass man solche einem Hotel nicht mehr als 3 Sterne zubilligen kann. Und für die erste Nacht muss das reichen.


Eingang des Casa Conde Hotels in San José

Dafür ist aber unser erster Happy Hour Drink, den wir dort gemixt bekommen, hervorragend: Ein Guaro sour, das Nationalgetränk von Costa Rica. Super. Sicherlich ist allen der Caipirinha bekannt, der schmeckt ähnlich.


Die Wände des Hotels sind bemalt und viele Figuren stehen im Innenhof

Hier das Rezept:
50 ml Guaro Cacique Zuckerrohrschnaps,
50ml Sirup oder 2 Teelöffel braunen Rohrzucker,
4 Limonen, geviertelt,
Eiswürfel,
1 Schuss Club Soda.
Alles zusammen in den Mixer packen und gut mixen. In ein Glas abgießen und mit Eiswürfeln servieren. Dazu mit einem Strohhalm und einer Limonenscheibe garnieren. Sollten Sie unbedingt machen. Das wird Ihnen sicher so gut wie uns gefallen.
Wer sich für das Hotel als ersten Standort einer Costa Rica - Reise interessiert, sollte sich mal die Webseite vom Hotel Casa Conde anschauen. Ich habe dazu eine ausführliche Beurteilung im Tripadvisor geschrieben.
Die Rezeptionisten sind aber sehr freundlich. Manchmal war einer da, der ausgezeichnet englisch sprach, sodass es mir etwas leichter fiel, nach unserer Tour zu fragen. Es hatte uns nämlich keiner angemeldet, obwohl wir das Hotel bei Thomas Cook gebucht hatten. So musste ich erst einmal telefonieren und bei der Agentur nachfragen, die uns genannt worden war. Ich fragte natürlich auch nach dem Namen des Tourguides, der uns zum Tortuguero Nationalpark und zu den Vulkanen fahren sollte. Den Namen würde ich morgen erfahren, sagte man mir, ich solle nur morgen früh um 8:00 Uhr am Hoteleingang stehen. Da würden wir abgeholt.
Damit müssen wir uns erst einmal begnügen. So trinken wir einen Cappuccino am kleinen Swimming Pool, den man auch mit Tischen zugebaut hat, weil das Hotel voll belegt ist, denn es findet am Wochenende ein Fahrradwettbewerb statt. Anschließend bestellen uns ein Taxi, um damit die Innenstadt von San José zu erkunden. Für 7 Dollar bringt uns der Fahrer in die Stadt und erklärt uns die wichtigsten Stellen, die sich für eine Besichtigung lohnen. Leider vergisst der Taxifahrer zu erwähnen, dass das Goldmuseum um 16:30 Uhr schließt, denn dann hätten wir dort zuerst einen Besuch gemacht.
An der Fußgängerzone setzt er uns ab. Mit dem Klima hier sind wir sehr zufrieden. San José liegt im Valle Central und die Temperaturen sind sehr angenehm. In der Sonne sind es 25°C. Aber es ist sehr windig und im Schatten direkt kühl. Man merkt, dass wir uns mehr als 1000 Meter über dem Meeresspiegel in der Hochebene des Landes befinden. Viele Vögel sitzen in den Bäumen, machen großen Lärm und lassen überall ihre Exkremente fallen.

Wir spazieren über die von Tauben beherrschte Plaza de la Cultura und durch die belebten Straßen dieser hektischen und lauten Hauptstadt, die offiziell nur 400 000 Einwohner hat. Unser Pastor hat uns erzählt, dass aber in Wirklichkeit mehr als eine Million Menschen hier leben.
Uns ist die Stadt nicht sehr sympathisch, weil sie voller Menschen ist, die entweder schnell über die Straße wollen oder irgendwo herumlungern. Außerdem ist alles ziemlich unsauber im Verhältnis von Mexiko, wo wir gerade herkommen.
Mit dem Video können Sie sich ein Bild davon machen, welcher Lärm durch Vögel und Verkehr in San José herrscht.
In der nachfolgenden Fotogalerie habe ich einige Eindrücke zusammengefasst:
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Wortgewaltiger Prediger auf dem Platz vor dem Nationaltheater

Wie überall in den großen Städten dieser Welt machen auch hier Indianer in der Fußgängerzone  Musik.
Mit dem Taxi (7$) fahren wir wieder zurück zum Hotel und lassen uns als Happy Hour Drink einen echten Guaro Sour mixen mit Casique, der ähnlich wie ein Caipirinha schmeckt. Abends fahren wir zu Tony Roma´s nach Escazu und genießen die bewährten Onion Rings und Baby Back Ribs mit einem kühlen Bier. Leider gibt es keine Baked Potatoes dazu. Wir bezahlen zwar hin und zurück jeweils 15$ für das Taxi, aber das ist es uns wert.

Dienstag, 25.2. 2014

Wir sitzen schon um 6:45 Uhr beim Frühstück. Es gibt nichts Besonderes, aber es ist auch alles da, was man braucht.

Um 8:00 Uhr erscheint unser Reiseleiter Michael Nuñez. Es ist ein großer, sympathischer Bursche, der gut Deutsch spricht und mit uns die gesamte Tour durch Costa Rica macht. So sind wir 6, die die Tour durch Costa Rica und Nicaragua gebucht haben und weitere 6, die nur durch Costa Rica fahren. Unsere Reisegruppe besteht also heute aus 12 Teilnehmern, die mit einem Minibus zum Volcan Poás fahren.
Wir hatten gedacht, dass wir in einer Stunde dort sind, weil GoogleMaps die Entfernung mit 30 km angegeben hatte. Es dauert aber allein mehr als 2 Stunden, bis wir uns durch die Vororte von San José und Alajuela gequält haben.
Dann geht es in die Berge bis auf eine Höhe von über 2500 Metern. Die Landschaft ist wunderschön, die Luft klar und der Himmel tiefblau. Aber die Straßen sind sehr eng und kurvig. Dazu kommen viele Schlaglöcher. Wir begreifen, dass es hier gar nicht so leicht sein würde, mit einem Mietwagen das Land zu durchqueren.




Viele exotische Pflanzen am Wegesrand
Am Eingang des Nationalparks erklärt uns Michael den Wanderweg zum Krater. Am Wegesrand finden wir Pflanzen mit riesigen Blättern und schönen Blüten.
Die Wanderwege rund um den Krater sind gut gekennzeichnet  und der Blick vom Aussichtspunkt in 2500 Meter Höher ist faszinierend. Der Krater hat einen Durchmesser von mehr als einem Kilometer und unten qualmt es.
Manchmal steigen Dämpfe aus den Fumarolen auf und es riecht nach Schwefel. Unser Führer Michael erzählt uns, dass vor zwei Wochen eine Reisegruppe durch einen Ausbruch überrascht wurde und mit Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus musste. Leider spuckt der Vulkan erst eine 200 m hohe Schlammfontäne, als wir gerade eine halbe Stunde weg sind. Kurz darauf wurde der Krater für den weiteren Besuch gesperrt.
Wir machen eine kleine Wanderung und fotografieren viel - besonders die exotischen Pflanzen und Blumen, die in dieser Höhe rund um den Krater wachsen. Wir bereuen schon ein wenig, dass wir diesen Ausflug hierhin mit der Reisegruppe gemacht haben und nicht allein mit dem Taxi hierhin gefahren sind. Dann hätten wir nämlich jetzt Zeit für eine ausgiebige Wanderung und könnten die Natur genießen. So treibt uns Michael zur Eile an, denn schließlich ständen noch andere interessante Besichtigungspunkte auf dem Programm.
Interessanter als der Wasserfall ist da schon der nachfolgende Besuch auf der Kaffeeplantage. Das Essen in der Plantage ist eine billige Touristenabfütterung und sein Geld nicht wert (12$), aber die Besichtigung und die Erklärungen von Michael sind durchaus informativ. 

Reiseleiter Michael erklärt den Röstungsprozess des Kaffees.

Offensichtlich gehört ein wenig spektakulärer Wasserfall neben der Straße zum Besichtigungsprogramm.

Wir können den Weg des Kaffees von der kleinen Pflanze bis zur Ernte der Bohnen mitverfolgen. Der Kaffee wird grün verschickt und in Hamburg geröstet, wo die besten Röstereien zu finden sind.

Die besten Bohnen gelangen gar nicht in den Export, sondern werden zurückgehalten. Das erstaunt uns sehr, aber wir können uns anschließend bei einer Kaffeeprobe davon überzeugen.

Um 15:30 Uhr fahren wir wieder zurück und kommen um 16:40 Uhr im Casa Conde Hotel an. Gerade die richtige Zeit für einen Happy Hour Drink mit einem Guaro Casique. Der ist diesmal mit Mango gemixt und schmeckt herrlich.

Abends essen wir im Restaurant des Hotels, das voll besetzt ist. Auch sämtliche Tische um den Pool herum. Inges und Utes Seebrasse sind sehr lecker, während Pauls Red Snapper eine Katastrophe ist. Wir bezahlen 65 000 Colones für alles. Das sind 110 Euro für 4 Personen.

Am Abend erkundige ich mich noch einmal bei der Rezeption nach Ausflugsmöglichkeiten in die nähere Umgebung. Dabei erfahre ich, dass man mir durchaus einen Reiseführer für eine Tagestour vermitteln könne, der englisch oder deutsch spricht und uns zu den Vulkanen in der Umgebung bringen würde und auch dort alles erklären würde. Die Preise sind durchaus akzeptabel. Für einen weiteren Besuch in Costa Rica merke ich mir das. Vor allem kennen die Leute an der Rezeption auch Taxifahrer, die gut englisch sprechen und die Gegend gut kennen. Man muss natürlich die Preise mit ihnen aushandeln. Ohne Handeln werden die Touristen abgezockt, denn die Amerikaner haben die Preise ziemlich verdorben.

Mittwoch, 26.2.2014

Wir müssen schon um 6:50 Uhr mit gepackten Koffern vor der Tür stehen. Frühstück gibt es nicht - obwohl wir hinterher erfahren, dass es durchaus schon möglich war. Das ist natürlich auch unser eigener Fehler, denn wir hätten bei der Rezeption anmelden müssen, dass wir bereits um 6:00 Uhr frühstücken wollten. Einige andere Gäste haben das gemacht und prima frühstücken können.
Das Gepäck wird hinten durchs Fenster gereicht und auf die letzten Sitze gepackt. Dann starten wir mit 12 Personen, dem Reiseleiter Michael und unserem Fahrer Estebar in Richtung Tortuguero.

Unterwegs stellen wir immer wieder fest, wie einfach die Häuser und Hütten sind. Vielfach sind sie mit Gittern und Stacheldraht gesichert. Irgendwie müssen die Leute doch große Angst vor Einbrüchen und Überfällen haben.


Wir fragen Michael, wie es mit der Sicherheit der Bewohner und der Angst vor Einbrüchen und Überfällen aussieht, aber der äußert sich nicht eindeutig. In jedem Fall sei es nicht mehr so schlimm wie vorher, sagt er. Viele Leute hätten einen Hund, der dann anschlagen würde.
Die Fahrtstrecke quer durch das Land bis in den Tortuguero Nationalpark an der karibischen Küste ist ganz schön lang und wir hoffen, bis zum Mittag an der Anlegestelle in Parismina zu sein, wo die Boote in den Nationalpark abfahren.
Nach 1 1/2 Stunden machen wir eine Frühstückspause in einem Touristen-Abfütterungscafé in der Nähe von Guapiles. Viele Touristenbusse stehen schon dort, als wir ankommen.
Das Frühstücksbüffet ist miserabel und ich muss mich übergeben, obwohl ich kaum etwas gegessen habe. Wahrscheinlich sind das aber die Nachwirkungen von dem schlechten Red Snapper gestern Abend, der schon nach Fisch roch und innen ganz grau-schwarz war.
Erste Attraktion für uns und sämtliche Touristen ist das Faultier, das sich hoch oben im Baum verkrochen hat und erst nach langem Hinsehen zu entdecken ist. Jetzt merken wir doch, wie wichtig ein Zoom-Objektiv in solch einer Tropenlandschaft ist.
Zwei Stunden später kommt die Wahrheit: Die asphaltierte Straße ist in Siquirres zu Ende und wir müssen über eine Schotterpiste weiterfahren. Jetzt erkennen wir, dass es wenig Zweck hat, mit einem normalen Mietwagen hierhin zu fahren. Die Piste führt nicht nur über steinige Lehmwege, sondern ist auch voll von Schlaglöchern. Verkehrsschilder gibt es so viel wie gar keine. Als Tourist ohne detaillierte Karten oder GPS-Ortung wäre man hier völlig verloren.
Nach 2 Stunden durchrüttelnder Fahrt auf dieser Strecke  kommen wir zur Bananenplantage der Firma Monte.

Wir dürfen zwar nicht hinein, sehen aber von außen durch den Drahtzaun die Verarbeitung: Jeweils 15 Bananenbüschel werden von der Plantage über ein Liftsystem mit Schienen zur Waschstation gezogen.
Jeder dieser Büschel enthält zwischen 150 und 200 Bananen, wo Sie von dem Strunk getrennt und unter fließendem Wasser gewaschen werden.
Wenn man den gesamten Ablauf, den Reinigungs- und Verpackungsprozess mit den niedrigen Löhnen der Frauen  sieht, weiß man, warum die Bananen so preiswert aus Costa Rica nach Deutschland kommen.


Fließbandarbeit auf einer Bananenplantage


Eine große Attraktion ist natürlich auch der 20 cm große Herkuleskäfer, der zu den größten und spektakulärsten Käfern der Welt gehört. Er sitzt auf einem Zuckerrohr und hat gefährliche Zangen.

Um 11:45 Uhr kommen wir in Parismina an der Anlegestelle an, wo die Boote in den Tortuguero Nationalpark abfahren. Eine Straße gibt es nicht dorthin.
Drei Boote werden mit jeweils 30 Leuten beladen. Es sind Deutsche, Amerikaner und Kanadier, die mit verschiedenen Bussen, Minibussen, Taxis  oder Mietwagen hier angekommen sind.
Anschließend flitzen wir los. Der Fahrtwind ist sehr angenehm, denn wir spüren die tropische Hitze.
Eine Stunde und vierzig Minuten schippern wir mal schnell und mal weniger schnell durch die schmutzig-braune Lagune, die zur Evergreen Lodge führt.

Die Evergreen Lodge ist eine von vielen Lodges, die hier im Urwald teuer und weniger teuer den Ökotourismus betreiben. Die einzelnen Holzhäuschen sind auf Betonpfählen errichtet worden und sind durch ein weit verzweigtes Stegsystem miteinander verbunden. Wenn Sie sich für einen Aufenthalt dort interessieren, schauen Sie sich doch einmal meine Beurteilung der Lodge im Tripadvisor an. 

Das Einchecken geht schnell und problemlos. Wir bekommen die Bungalows Nr. 4 und Nr. 13 in der 8 Hektar großen Dschungelanlage. Die Häuschen sind weit verstreut und sind ganz nett, aber spartanisch eingerichtet und haben keine Fensterscheiben, sondern stattdessen nur Fliegengitter vor den Fensteröffnungen. Dadurch hört man natürlich nicht nur die Geräusche des Dschungels, sondern auch die der Nachbarn deutlich. Sogar das Meer hört man rauschen.

Die Moskitos machen mir große Sorgen, sodass ich  zuerst einmal das Zimmer und das Bad kräftig mit dem mitgebrachten Raid-Insektenkiller einsprühe.


Dicke Spinnen sitzen vor den Fenstern und warten auf Moskitos und Fliegen.

  Mehr als viele Bilder zeigt natürlich ein Video von der Lodge und den Aktivitäten, die dort möglich sind.
Man kann ein Paket mit 3 Tagen und 2 Übernachtungen buchen und sich von San José abholen lassen. Das ist viel günstiger als eine Buchung  mit einer Pauschalreise.
Die Lodge hat Führer, die spanisch und englisch sprechen. Wenn Sie einen deutschen Tourguide haben wollen, können Sie den in San José buchen.  Die Lodge liegt  nur 5 Minuten vom Eingang des Nationalparks entfernt im Dschungel.
Um 14:00 Uhr wird im luftigen Restaurant ein Mittagessen in Büffetform serviert, das gar nicht so schlecht ist. Dazu gibt es kühlen Mangosaft zu trinken. Ich fühle mich noch immer sehr schlapp und kann nichts essen. Deshalb lege ich mich erst mal ein Stündchen auf eine Liege am Pool um etwas zu schlafen. Wegen der kreischenden Vögel in den umliegenden  Bäumen ist das aber nicht so einfach. Ein Vogel sch...t mir tatsächlich auf den Kopf. Ich bin sauer.
Zur Happy Hour  gegen 17:00 Uhr gönnen wir uns einen Guaro Sour an der Poolbar. Der Barmixer macht ihn auch recht ordentlich.
Jetzt kommen auch langsam die Affen aus ihren Verstecken und machen ein Affentheater. Es sind insbesondere Kapuzineräffchen, die in den Bäumen am Pool herumturnen.


Die machen aber keinen Lärm, sondern den veranstalten die Brüllaffen, die weiter weg im Dschungel ein Riesenspektakel veranstalten. Dabei sind die gar nicht groß.

Um 19:00 Uhr wird im Pavillon für uns ein Abendessen in Büffetform aufgebaut. Die Tische sind sehr schön gedeckt, alles ist sehr appetitanregend angerichtet und schmackhaft, aber ich kann leider wiederum nur einen Zwieback, etwas Salat vertragen und trinke dazu einen Passionsfruchtsaft. Anschließend sprühe ich mein Bett mit einem Moskitorepeller ein und lege mich mit einem Pullover unter die Decke, weil ich friere und Schüttelfrost habe. Dann nehme ich ein Antibiotikum und hoffe, dass es besser wird. Schließlich hört auch das Krächzen der Vögel im Regenwald auf und ich schlafe endlich ein.

Donnerstag, 27.2.2014

 

Die Brüllaffen beginnen schon morgens um 5 Uhr mit ihrem Geschrei. Im Zimmer ist alles klamm vor Feuchtigkeit. Wir frühstücken um 7:00 Uhr im Freiluftpavillon. Es gibt zum ersten Mal Bananen, was uns sehr wundert, wo doch hier so viele Plantagen sind. Aber statt Butter gibt es wie gestern Margarine. So ist das eben in einer Ökolodge. Meine ersten Moskitostiche fangen an zu jucken; also haben mich die Viecher doch gestochen.

Um 8:30 Uhr starten wir zur Bootstour durch den Tortuguero Nationalpark. Es ist blauer Himmel und fantastisches Wetter. Ich ärgere mich, weil meine Kamera Schleier auf den Fotos zeigt. Ich nehme an, dass die tropische Feuchtigkeit irgendwie doch hineingekommen ist und sich Kondenswasser gebildet hat.Zuerst fahren wir zum Headquarter des Nationalparks, bezahlen den Eintritt und tuckern dann ganz langsam durch die Kanäle.
Die Fahrt erinnert uns sehr stark an die Bayous - die Sümpfe im Mississippi-Delta oder auch an die Everglades in Florida. Überall ist dichter Regenwald. Vom Boot aus können wir gar keine Tiere erkennen, aber der Bootsführer hat nicht nur scharfe Augen, sondern weiß auch, wo sie sich aufhalten.
Natürlich sehen wir viele Reiherarten. Sie fliegen aber alle weg, wenn wir näher heranfahren. Jetzt wünschte ich mir doch ein Teleobjektiv, denn mit meiner kleinen Kamera und einem 135 mm
Objektiv ist da nicht viel zu machen. Glücklicherweise fahren wir in kleinere Seitenarme und lassen das Boot manchmal ohne Motor treiben. Jetzt wird es nämlich besser und wir kommen näher an die Vögel heran. Über 300 Vogelarten leben hier in diesem Gebiet. Unser Bootsführer kennt sie auch nicht alle, aber Michael hat eine bebilderte Karte zum Nachschlagen dabei. Hier eine kleine Auswahl von dem, was ich fotografieren konnte:
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Ein Schlangenhalsvogel erhebt sich zum Start


Die Urwaldriesen  haben enorme Wurzeln  und zwischen ihnen bewegen sich die Kaimane. Wir haben aber Pech: Jedesmal, wenn wir näher herankommen, tauchen sie unter. Manche Kanäle sind sehr verschlammt, einige andere grün, braun oder grau.
In der Wasserlandschaft von Lagunen, die uns umgibt, ist jegliches Getier vorhanden, was man sich vorstellen kann, vor allem Unmengen von Vögeln, riesige nachtaktive Vögel, deren Namen ich vergessen habe, die aber interessant aussehen und natürlich alle Sorten von Leguanen, die man meist gar nicht von den Blättern unterscheiden kann. Erst, wenn sie auf dem Boden herumkriechen, fallen sie auf. Das ist mit den Kaimanen auch so.

Über das wundervoll ruhige Wasser gleiten wir durch die Kanäle. Man hört nur die vielfältigen Geräusche des Dschungels. Um die Brüllaffen, Faultiere, Schmetterlinge, Frösche und Kaimane zu fotografieren, kommen wir nicht nahe genug heran. Michael erklärt sehr fachkundig die Eigenarten der Tier- und Pflanzenwelt. Das ist jedenfalls ein lohnenswerter Ausflug - aber vor allem für Vogelliebhaber.

Nach dem Bootsausflug  machen wir noch einen Spaziergang über den Jungle Trail in der Evergreen Lodge:
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Der berühmte Pfeilgiftfrosch

Und schließlich bekommen wir auch den berühmten Pfeilgiftfrosch zu sehen, der wider Erwarten ganz klein ist. Wenn er erregt ist, sondert er ein Sekret ab, mit dem die Indianer ihre Pfeile präpariert haben. Auf kleine Lebewesen wirkt das wie ein lähmendes Nervengift.

Am Nachmittag fahren wir mit dem Boot über die Lagune ins Dorf Tortuguero. Dort besuchen wir den weltberühmten Schildkrötenstrand, wo die grünen Seeschildkröten ihre Eier ablegen. Von den sieben Meeresschildkrötenarten, die es auf der Welt gibt, legen vier hier ihre Eier ab.

Die grüne Meeresschildkröte kommt zwischen Juni und Oktober zur Eiablage, die Lederschildkröte im April und die Karettschildkröten zwischen April und Oktober.


Der Sand am Tortuguero Strand ist dunkel und naturbelassen.

Auf der Touristenkarte sieht das Dorf recht groß aus. Die Straßen sind allerdings winzige Feldwege oder schmale Durchgänge zwischen den Häusern.

Das ist eine Nebenstraße in Tortuguero mit dem Eingang zu einer Pension. Auf dem rechten Bild ist die Hauptstraße zu sehen. Autos gibt es hier nicht und das Leben vollzieht sich wirklich wie in einem abgeschiedenen Dorf. Der Spaziergang durch das Dorf ist wirklich ganz nett.

Die Bewohner des Dorfes scheinen gut vom Tourismus zu leben, denn alle Häuser sind bunt bemalt und gut gestrichen. Im Dorf liegt kein Müll herum und alles sieht gepflegt aus.
Ganz witzig finde ich das große Plakat, das im Schaufenster eines Geschäftes angeklebt ist: Es zeigt die Summen und die Namen der Kunden an, die noch Schulden in dem Laden haben.

Freitag, 28.2.2014

 

Glücklicherweise brauchen wir nicht so früh aufstehen. In der Nacht hat es kräftig geregnet und alles ist sehr feucht. Alles, was wir in den Koffer packen, ist klamm. Nach dem Frühstück checken wir aus und bezahlen noch 60 Dollar für unsere Getränke.

Bevor es losgeht, fotografieren wir noch Leguane, Affen und Krabben. Um 8:00 Uhr wird unser Gepäck eingeladen und wir fahren mit dem Boot durch die Lagunen zurück zur Anlegestelle in Parismina. Eineinhalb Stunden später sind wir dort:

Unser Minibus wartet schon an der Mole. Das Gepäck wird wieder durchs Fenster eingeladen  und wir begeben uns auf die 35km lange Schotterpiste. Unser Ziel ist das Hotel Los Lagos im Nationalpark Arenal, das etwa 250 km entfernt liegt. Google zeigt 6 Stunden Fahrzeit an, aber wir wissen inzwischen, wie die Straßen aussehen und rechnen mit 9 Stunden.

Eine Stunde später sind wir froh, als wir den Asphalt erreichen. Die Mittagspause erfolgt in dem gleichen miserablen Abfütterungs-Restaurant in Guápiles wie auf der Hinfahrt, wo das Frühstück so schlecht war. Auch jetzt halten alle Busse hier und die Fahrgäste verrückt Ausschau nach dem Faultier oben im Baum.


Die Fahrt geht wieder über den Highway 4 bis San Miguel und dann über die carretera 140 weiter nach Venecia. In Angeles machen wir eine Pause an einer Brücke mit vielen großen Leguanen. Die Tiere sind alle 1-2m lang, sind im Gebüsch kaum zu erkennen und sehen beängstigend gefährlich aus.
Inzwischen sind die Temperaturen deutlich gesunken, weil wir uns wieder im Bergland befinden. Das gefällt uns sehr.
Unterwegs machen wir in einem kleinen Ort eine Kaffeepause und gehen zum ersten Mal allein in einem Dorf umher in eine Bar und trinken einen Cappuccino. Es ist schon ein wenig befremdlich, jetzt hier in einem abgelegenen Ort als Tourist umherzuspazieren.

Insbesondere fällt uns auf, dass an den Banken lange Menschenschlangen stehen, die am letzten Freitag im Monat Februar ihren Lohn abholen wollen. Alles geht sehr langsam und es wird nur immer eine kleine Gruppe hineingelassen. Alle schauen mich verwundert an, als ich das fotografieren will. In den anderen


Orten, die wir durchfahren, ist das ähnlich. Viele verdecken auch ihr Gesicht. Die Schlange vor der Bank draußen und hinter dem Gitter ist mehr als 50m lang.
 

Erst um halb sechs kommen wir im Hotel Los Lagos an, das ein Stück außerhalb von La Fortuna liegt. Der Vulkan Arenal liegt verschwommen im Hintergrund und wir hoffen, ihn morgen etwas klarer zu sehen.

Die Hotelanlage gefällt uns sehr gut. Unsere Zimmer 203 und 205 sind sehr groß, komfortabel und erfüllen wirklich den 4-Sterne-Standard. Eine Terrasse und ein Balkon mit schönem Ausblick vervollständigen den guten Eindruck.

Wir wohnen in der riesigen Anlage ziemlich weit oben am Berg und gönnen uns nach einem Spaziergang abwärts an der Poolbar einen guten Guaro Sour zur Happy Hour. Danach bleiben wir gleich unten und essen im Restaurant noch einen Salat, bevor wir uns mit dem Hotelshuttle wieder hochfahren lassen.

Samstag, 1.3. 2014

Ute und Hans stehen früh auf und fangen den fantastischen Sonnenaufgang und das Farbenspiel im Tal unter uns auf.

Als die ersten Wolken erscheinen und über den Gipfel des Arenal ziehen, sieht es so aus, als ob heiße Dämpfe aus dem Vulkan aufsteigen:

 

Wir sind total begeistert von dem Anblick des Vulkans Arenal und der Nähe, in der wir uns befinden. Die Anlage mit den schön gestalteten Gärten und Pflanzen optimiert jedes Foto, das wir aufnehmen. Es gibt auch einen Wanderweg vom Hotel direkt zum Vulkan. Das ordentliche Frühstück ergänzt unseren guten Eindruck von dem Hotel. Wenn Sie sich dafür interessieren, sollten Sie sich die Webseite des Hotels Los Lagos einmal anschauen. Ich habe auch dazu eine ausführliche  Bewertung im Tripadvisor veröffentlicht.
Nach dem sehr ordentlichen Frühstück fahren wir um 8:15 Uhr zur Bootsanlegestelle am Rio Ca
ñon Blanco, wo wir in Schlauchboote steigen und den flachen Fluss hinunterpaddeln.

Es ist eine schöne Flusslandschaft, die wir durchfahren. Oft schleifen wir über den den Grund, weil der Fluss um diese Zeit wenig Wasser führt.
Wir beobachten Brüllaffen, verschiedene Reiherarten, Leguane, viele Vögel und Fledermäuse. Aber außer dass es schön ist, im Schatten und bei wenig Wind sich den Fluss hinunter treiben zu lassen, ist nicht viel los. Wir sind halt schon verwöhnt durch den Tortuguero Nationalpark.

Bei Oma Mila gibt es selbst gebackenen Kuchen und Bananen


Ein Blaureiher auf dem Baumstamm

Anschließend spazieren wir noch eine Stunde durch La Fortuna, das viele Angebote für Touristen in den Läden hat, aber sonst ein einfacher Ort ist.

Wir besuchen noch die Kirche und schauen uns einige Läden an. Als wir zu spät zum Sammelpunkt zurückkommen, werden wir wütend ausgetrommelt., weil wir uns nicht an die vereinbarte Zeit gehalten
hatten. Dabei hatten wir überhaupt nichts von dem Termin mitbekommen. An diesem Beispiel merken wir wieder, wie viel besser es doch ist, allein zu reisen und nicht in der Gruppe. Man könnte sich für viele interessante Dinge mehr Zeit lassen.

Um den Vulkan herum gibt es viele Wanderwege und die Gegend ist touristisch gut erschlossen. Es gibt in der Nähe Thermalbäder, heiße Quellen, Wasserfälle, den Stausee, Hängebrücken und Tropfsteinhöhlen.
Den Nachmittag verbringen wir am Pool und genießen die Ruhe und den Blick auf die schöne Gartenlandschaft mit dem Vulkan Arenal im Hintergrund:

Ute und Hans machen derweil eine Tour durch die Baumkronen. Man muss ein Stück um den Vulkan herumfahren und kommt dann auf die aktive Seite. Dort befinden sich im dichten Wald 14 Hängebrücken, die durch einen 3,1 km langen Wanderweg verbunden sind. Es gibt 8 feste Brücken mit einer Höhe zwischen 8 und 22 Metern, aber auch 6 Hängebrücken, die zwischen 48 und 98 Meter lang sind und bis in eine Höhe von 60 Metern reichen. Dort kann man aus den Baumwipfeln exotische Vögel beobachten und hat einen fantastischen Blick auf den Vulkan.
Um kurz nach Fünf kommen sie zurück und bringen schöne Bilder mit:
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Nachmittagssonne am Arenal-See

Sonntag, 2.3.2014
 

Schon um kurz nach halb sechs stehen wir auf und sind um 8:15 Uhr auf dem Weg in Richtung Rincon de Vieja. Wir fahren lange um den Arenal-See herum, um den die Radfahrer heute eine Tour machen und treffen an der Straße viele Nasenbären, die von den Radfahrern fleißig gefüttert werden.

An zwei weiteren Aussichtspunkten halten wir noch und machen einige Fotos, aber so spektakulär ist der Blick über den Arenal-See auch nicht:


Der Arenal-See


In Cañas erreichen wir endlich wieder die Panamericana, auf der es etwas schneller vorwärts geht, weil sie gut
ausgebaut ist. Das gefällt natürlich auch unserem Fahrer, der bis Liberia auf der N 1 bleibt. Wir sind jedesmal wieder fasziniert von der 28 000 km langen Panamericana, die als längste Straße der Welt durch den gesamten amerikanischen Kontinent führt. Den größten Teil davon haben wir davon schon befahren, aber jedes Teilstück ist in jedem Land wieder anders.
Nach einer Pause in Liberia biegen wir auf eine fürchterliche Schotterstrecke zum Nationalpark Rincon de la Vieja ein. Wir bezahlen Eintritt und machen dann eine 3 km lange Wanderung zu den Fumarolen.


Riesige Bäume mit riesigen Pfahlwurzeln

Der Rundweg an den Dampf-, Schlamm- und Wasserlöchern vorbei ist zwar ganz interessant, aber natürlich bei weitem nicht so spektakulär wie im Yellowstone Nationalpark in den USA oder in Rotorua in Neuseeland .


Hängebrücken über die Flüsse

Überall dampft und brodelt es

Wir entdecken trotzdem einige bemerkenswerte vulkanische Erscheinungen. Vor allem gefällt uns sehr, dass unser Reiseführer Michael auch die Bäume und Sträucher klärt, die hier wachsen. Man merkt, dass er sich mit der Materie beschäftigt hat. Wie überall hängt die Qualität einer Reise stark von dem Reiseführer ab, der einen begleitet.
Nach unserem Besuch im Nationalpark müssen wir uns beeilen, weil wir zum Sonnenuntergang in der Buena Vista Lodge sein wollen. Michael erklärt, dass die Lodge extra einen Oberservation Point für den Sonnenuntergang gebaut hat, weil der vom Berg oben so toll zu beobachten ist.

Unser Fahrer Estéban nimmt deshalb eine Abkürzung über eine andere Schotterpiste, um eine halbe Stunde Fahrzeit zu sparen. Es geht über eine sehr steinige und felsige Straße, sogar durch ein Flussbett.  Mit einem Mietwagen würde ich mich trauen, eine solche Strecke zu fahren. Wahrscheinlich ist das auch gar nicht erlaubt. Immerhin stehen ab und zu an den Kreuzungen Hinweisschilder zu der Lodge.


Mit Flussbetten als Hindernis muss man auf den Nebenstraßen in Costa Rica rechnen.
Nach unserer Ankunft um 16:45 Uhr bekommen wir die Bungalows Nr. 5 und 6. Die Holzhäuschen sind zwar einfach eingerichtet, aber ganz nett und haben vor der Tür eine kleine Terrasse. Die Anlage ist groß und für Familien mit Kindern gedacht, die hier oben in den Bergen mit Pferden oder mit der Kutsche Ausflüge machen wollen.   Es gibt ein riesiges Aktivitätsprogramm, denn in der Umgebung finden Sie alles: heiße Quellen, Wasserfälle, Dschungel, Wälder und Wiesen in einem angenehmen Klima. Die Lodge liegt 750m hoch und umfasst ein riesiges Gelände. Hängebrücken, Pool, Wanderwege und alles, was für den Familienspaß notwendig ist, ist vorhanden. Wenn Sie daran Interesse haben, schauen Sie sich doch einmal die Webseite der Buena Vista Lodge an. Ich habe auch einen ausführlichen Bericht für den Tripadvisor verfasst.


Unser Bungalow in der Buena Vista Lodge

Wir machen uns sofort auf den Weg zum Observation Point, weil wir den Sonnenuntergang nicht verpassen wollen. Oben ist auch eine Bar, aber leider ist der Service sehr mäßig und erst mit vielen Überredungskünsten bekommen wir einen einigermaßen vernünftigen Guaro Sour als Happy Hour Drink. Mit dem setzen wir uns auf die Bank und erwarten den Sonnenuntergang.

Blick vom Observation Point auf die Küste, rechts mit Sonnenuntergang

Leider ist der Sonnenuntergang sehr mäßig, obwohl man in 40 km Entfernung tatsächlich das Meer sieht und die Sonne im Meer untergeht.

Da wir aber schon viele weitaus schönere Sonnenuntergänge gesehen haben, sind wir zwar ein wenig enttäuscht, aber ärgern uns nicht. Nachdem wir uns geduscht und für das gemeinsame Abendessen um 19:00 Uhr fertig gemacht haben, fällt plötzlich der Strom aus.
So müssen wir mit Taschenlampe und Smartphone zum Restaurant finden. Der Sternenhimmel ist zwar beeindruckend, aber nicht hell genug. Vorher sprühen wir noch kräftig unser Zimmer gegen Moskitos ein.

Das Abendessen bei Kerzenlicht und improvisierter Beleuchtung des ziemlich einfachen Buffets findet im Jugendherbergsstil an langen Tischbänken statt. Das ist ganz abenteuerlich, aber witzig. Der gesamte Raum ist voll von Touristen, deren Gesichter im Kerzenlicht gespenstisch aufleuchten. Manche besitzen ein Smartphone und benutzen es von Zeit zu Zeit, um zu sehen, was sie noch auf dem Teller haben.

Wir erfahren, dass ein Baum unten im Dorf über die Stromleitung gefallen ist und heute wohl nicht mehr mit einer Beleuchtung zu rechnen ist. Deshalb besorgen wir uns in dem großen allgemeinen Durcheinander vier Kerzen aus der Vorratskammer des Hotels und ein Sixpack gut gekühltes Bier von der Bar. Wir nehmen alles mit zu unserem Bungalow und setzen uns damit gemütlich vor die Tür. So dunkel war es nie.

Ich  überprüfe die Akkus meines  Smartphones und meines Netbooks, die beide noch zu 80% geladen sind. Taschenlampenbatterien habe ich auch noch als Reserve. So haben wir alle gute Laune und genießen den sternenklaren Abend auf der Terrasse vor unserem Häuschen. Man hört die Vögel und den Wind. Der größere Teil der Gruppe verabschiedet sich und fährt morgen früh nach Punta Arenas, während wir vier und zwei weitere nach Nicaragua weiterreisen.


Montag, 3.3.2014

 

Gegen Morgen ist der Strom wieder da und wir können die Akkus aufladen.

Es ist ein traumhafter Morgen hier oben auf der Farm: Die frische klare Luft und die warme Sonne sind wunderbar.
Ein seltsamer, wunderschön bunter Vogel mit einem 30cm langen Schwanz verfängt sich in unserem Zimmer, als wir die Fenster zum Lüften öffnen. Er ist total verwirrt und flattert wie wie wild an den Wänden entlang. Irgendwann ist er müde und setzt sich in eine Ecke, sodass ich ihn fotografieren kann. Erst später erfahren wir, dass es ein Guardabarranco ist. Es ist nämlich der Nationalvogel von Nicaragua.

Das Frühstück ist wie in der Jugendherberge: Lieblos geschnittenes Brot, Marmelade und Margarine in der Schale - und dazu ein Koch an der Bratpfanne, der total unprofessionell in den Omelettes herumfuhrwerkt. Der dünne Kaffee macht es auch nicht besser.

Alle Gruppen sind abgereist und nur noch die Familien sind hier, die auf der Farm Urlaub machen. Die meisten sitzen jetzt auf dem Pferderücken oder auf einem Traktor. Einzelne Touristen  machen sich auf den Weg in den Nationalpark.


Ein Guardabarranco

Wir warten auf unseren Fahrer, der uns nach Peñas Blancas zur Grenze nach Nicaragua bringen soll. Der kommt um 9:00 Uhr mit einem Minibus und einem Schweizer Guide. Wir sind froh, als wir über die schreckliche Schotterpiste wieder auf die Panamericana stoßen und diese bis zur Grenze nach Nicaragua weiterfahren können.


Die Karte stammt vom Reisemagazin Utopia, das sehr viele Informationen über Guanacaste und die schönen Pazifikstrände hat.  http://www.revistautopia.com/index_en.aspx

Als wir eineinhalb Stunden später dort ankommen, ist aber keiner da, der uns abholt. So warten wir über eine Stunde im Niemandsland auf den Führer aus Nicaragua, der nach Auskunft unseres Schweizer Guides noch eine andere Gruppe verabschieden muss. Den haben wir nämlich für unsere Nicaragua-Tour gebucht.

Was uns in Nicaragua erwartet und was wir dort erlebt haben, können Sie in meinem Reisebericht Nicaragua lesen.
Da ich im Augenblick daran arbeite, kann es sein, dass er noch nicht fertig ist. Dann schauen Sie doch nächste Woche noch einmal herein.

Am Ende dieser Tour sind wir nämlich wieder an der Grenze in Peñas Blancas und fahren von dort aus weiter zur Playa Potrero, wo wir für 4 Tage ein schönes Strandhotel gebucht haben. Es heißt Bahia del Sol und liegt am Potrero Strand.


Die Karte stammt von GoVisitCostaRica. Das ist eine empfehlenswerte Webseite, wenn Sie sich für ein Strandhotel an der Pazifikküste interessieren.


Sonntag, 9.3.2014

Um 8:30 Uhr fahren wir ab zur Grenze nach Peñas Blancas und sind schon eine halbe Stunde später da. Es dauert aber noch eine ganze Weile, bis wir die Ausreise- und Einreise-Formalitäten erledigt haben. Wir müssen für die Ausreise 1+2=3 $ bezahlen. Die Einreise nach Costa Rica ist frei, aber dafür müssen wir über eine Stunde in der Warteschlange stehen, bis wir den Zaun passieren dürfen. Der Schweizer Guide begleitet uns. Auf der anderen Seite wartet Santos, unser neuer Fahrer, den wir im Hotel Bahia del Sol bestellt hatten, mit einem Schild und unserem Namen. Das beruhigt uns, obwohl der andere Fahrer mit unserem Gepäck noch verschwunden ist. Aber schließlich klappt doch alles und kurz vor halb elf fahren wir los. Von der Grenze bis nach Liberia sind es 60 km und von dort noch einmal 80km bis zur Playa Potrero. Glücklicherweise ist seit 3 Monaten eine neue Asphaltstraße dorthin fertig, sodass wir 2 Stunden später dort ankommen.

Unser Hotel  Bahia del Sol ist klein; es hat nur 10 Zimmer und 10 Suiten. Das gefällt uns sehr.

Außerdem liegt es in einem sehr schönen und gepflegten Garten direkt an einem dunklen Sandstrand.

So suchen wir uns erst einmal eine Liege und ein schattiges Plätzchen aus und entspannen uns. Im Schatten ist es erträglich bei etwas Wind. Wir verbringen den Tag im Garten auf der Wiese. Ich teste das Meer und bin gar nicht begeistert, weil das Wasser milchig ist und vom dunklen Sand aufgewühlt. Das ist schade. Zum Spazierengehen eignet er sich aber gut, denn die Bucht ist kilometerlang.

Wenn Sie sich also für ein ruhiges Strandhotel interessieren, schauen Sie sich doch einmal die Webseite vom Hotel Bahia del Sol an. Ich habe auch eine ausführliche Beurteilung für den Tripadvisor geschrieben.


Strand vor dem Hotel Bahia del Sol an der Playa Potrero in Costa Rica

Zur Happy Hour gibt es den Guaro Sour zum halben Preis und wir genießen auf der Wiese den schönen Sonnenuntergang am Pazifik in Costa Rica.

Am Abend essen wir sehr gut im Restaurant (2x Tuna, 1x Snapper und 1x Mahimahi) und sind mit allem sehr zufrieden. Die Kellner bemühen sich sehr und einer ist sogar sehr beflissen und ein bisschen vorlaut.

Es ist nicht allzu viel los; die meisten Gäste sind Amerikaner, nur selten findet man Deutsche.


Montag, 10.3. 2014

Nachdem wir um halb acht aufgestanden sind und gemütlich gefrühstückt haben, stellen wir fest, dass alle Liegen bereits reserviert sind. Nur mit Mühe ergattern wir noch ein Plätzchen im Schatten.

Den Pool benutzen wir nicht, obwohl alles sehr schön gestaltet ist, man kann sogar im Wasser an der Bar sitzen.

Es ist ziemlich heiß; im Schatten bei etwas Wind ist es erträglich. Wir verbringen den Tag im Garten auf der Liege, schreiben Karten und lesen. Ich schreibe meinen Bericht über Costa Rica zu Ende und verschick die Mails.

Dazu schreiben wir noch Geburtstagsgrüße an unsere Bekannten.

Unseren Guaro Sour genießen wir wieder zum schönen Sonnenuntergang. Abends sind wir die letzten, die das Restaurant verlassen. Ein paar Bierchen wurden uns auch zu viel aufgeschrieben. Das haben wir bemängelt und es wurde freundlich korrigiert.


Dienstag, 11.3.2014

Heute sind wir etwas cleverer und reservieren uns frühzeitig eine Liege.

Ich mache einen Spaziergang über die linke Seite des Strandes in Richtung Playa Potrero und Playa Basilito.


Der Flamingo Beach, der auf der anderen Seite der Halbinsel liegt, ist wirklich hell und feinsandig. Die Straße führt zwischen dem Strand und dem Hotel Flamingo Beach hindurch. Liegen und Sonnenschirme gibt es hier nicht, aber einige schattige Bäume. Das Wasser im Meer ist

Der Strand vor dem Hotel Flamingo - im Hintergrund die Condominiums auf der Spitze der Halbinsel


Unterwegs liegen viele Quallen am Strand und ich bin erstaunt, dass die Geier sie fressen.
türkisgrün und klar. Man kann bis zum Basilito Beach laufen. Am Nachmittag kommt kräftiger Wind auf. Die Angebote auf der Speisekarte sind wieder sehr  lecker. Ein Büffet gibt es nicht, aber die Speisen sind ausgezeichnet, wenn es auch manchmal ziemlich lange dauert.
 
Mittwoch, 12.3.2014

Wir frühstücken wieder gemütlich und sichern den Transfer zum Flughafen um 7:50 Uhr. Dann kaufen wir Ansichtskarten (mit 2$ pro Stück sündhaft teuer hier) und schreiben.

Wir spazieren den anderen Strand entlang und erkunden, was hinter der Bucht liegt (Ich klettere über die Felsen, Ute und Hans laufen durchs Dorf). Dort befindet sich die Playa Penca, eine wunderschöne Bucht mit hellem Sand, türkisgrünem Wasser und kräftigen Wellen.


Playa Penca - nicht weit von der Playa Potrero

Abends genießen wir unsere letzte Happy Hour wieder bei einem wunderschönen Sonnenuntergang.
Wir schreiben unsere letzten Karten und packen unsere Sachen für die morgige Abreise. Wir müssen schon früh aufstehen, denn wir haben das Taxi zum Flughafen nach Liberia für 8:00 Uhr bestellt, von wo aus wir mit Interjet nach Panama fliegen wollen.

 

Leider habe ich ein paar Mückenstiche erwischt - entweder bei der Happy Hour oder beim Abendessen. Jedenfalls jucken sie furchtbar. Das ärgert mich sehr, denn in Nicaragua war ich ziemlich davon verschont geblieben.

Was wir in Panama erlebt haben, können Sie in meinem Reisebericht Panama nachlesen. Da ich im Augenblick daran arbeite, kann es sein, dass er noch nicht fertig ist. Dann schauen Sie doch nächste Woche noch einmal herein.

Das war´s von Costa Rica. Ich hoffe, der Reisebericht hat Ihnen gefallen und es sind ein paar brauchbare Informationen für Sie dabei, wenn Sie vorhaben, Costa Rica zu besuchen.  Vielleicht haben Sie aber auch Interesse an anderen Reiseberichten von mir. Schauen Sie doch mal auf meine Reiseseite!

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