Pacific Rim Cuisine oder Hawaiian Fusion

Die hawaiianische Küche ist geprägt von ihrer Geschichte. Schon die polynesischen Ureinwohner verwendeten zu Captain Cooks Zeiten alle Arten von Fisch, Geflügel, Schweinefleisch, Kartoffeln und einheimisches Gemüse.
Die Europäer brachten ihre eigenen Pflanzen mit, bauten tropische Früchte auf Plantagen an und beschäftigten Chinesen und Japaner als Arbeitskräfte, die wiederum Reis, Soja, süß-saure Soßen und asiatische Gewürze einführten. Zwischen 1880 und 1920 entwickelte sich aus dem Völkergemisch eine einheimische Küche, die sich auch behauptete, als Hawaii 1959 der 50. amerikanische Staat wurde.
Von diesem Zeitpunkt verstärkte sich zwar der ungesunde amerikanische Ernährungseinfluss auf die Inselgruppe, konnte sich aber nicht durchsetzen. Begünstigt wurde das in den 90er Jahren durch die Tendenz zur kalorienarmen Ernährung, wie sie ja schon seit jeher in der japanischen und chinesischen Küche verankert ist.
Da in den großen Hotels in Hawaii Köche aus aller Herren Länder arbeiten, entspann sich im Laufe der Zeit ein Wettbewerb unter ihnen, wem es wohl am besten gelang, die vielfältigen Fischarten, Früchte und Gemüse der hawaiianischen Inseln mit Grill, Pfanne oder Wok unter Verwendung der südostasiatischen Gewürze und Saucen zu einer schmackhaften Komposition zu verschmelzen.

Die Pioniere dieser "Hawai´i  Regional Cuisine waren 12 kreative Spitzenköche:

  • Sam Choy,
  • Roger Dikon,
  • Mark Ellman,
  • Beverly Gannon,
  • Jean-Marie Josselin,
  • George Mavrothalassitis,
  • Peter Merriman,
  • Amy Ferguson Ota,
  • Philippe Padovani
  • Gary Strehl,
  • Alan Wong,
  • Roy Yamaguchi.

Die daraus entstandene "Pacific-Rim-Cuisine" krönt seit zwei Jahrzehnten die Speisekarten der Restaurants. Seit 2006 bemüht man sich, die Feinheiten der europäischen Küche zu integrieren und spricht nun von der "Hawaiian Fusion Cuisine". Hinzugekommen sind nämlich neben erstklassigem Rindfleisch aus den USA auch australisches Lamm sowie Wild aus Neuseeland.
Die Creationen sind wirklich einzigartig; die Speisekarten klingen wie eine Symphonie exotischer Früchte und Gewürze.

Ein Beispiel aus dem Restaurant "Wahooo Seafood Grill and Bar" in Kauai:

Hapapuu´pu
Delectable sea bass seasoned and grilled seared, set upon a mound of whipped washabi mashed potatoes, sauteed fresh mushrooms and spinach, complemented with garlic Pesto Cream Sauce

Auf deutsch:
Köstlicher Wolfsbarsch, gewürzt und auf dem Grill gebraten, serviert auf einem Hügel von schaumig geschlagenem Kartoffelpüree mit grünem Meerettich, als Beilage in Butter gedünstete frische Champignons und Spinat. Alles garniert  mit einer cremigen Kräuter-Sauce und einem Hauch Knoblauch.
Läuft Ihnen da nicht das Wasser im Mund zusammen? Im Bild ist es der Teller oben links; meine Frau hatte vorn das Gericht bestellt, ich weiß aber nicht mehr, ob es Schwertfisch oder Ono war. Jedenfalls haben wir  hervorragend gegessen und jeder 29,75 $ bezahlt (Okt. 2016).

Bei dem Fischreichtum im Pazifik verwundert es keinen, dass Fische das Hauptnahrungsmittel der Inseleinwohner von jeher waren und es heute noch sind. Dementsprechend groß ist das Angebot in den Restaurants. In Hawaii gibt es viele Fische mit hawaiianischen Namen, an die man sich erst einmal gewöhnen muss. Aber die Kellner aller Restaurants sind darauf eingestellt, dass die Touristen die Namen der einheimischen Fische nicht kennen. Das gilt auch für amerikanische Touristen. Fragen Sie also ruhig nach und lassen Sie sich die Zubereitung erklären. Hier die wichtigsten Arten:
Ahi
(= yellowfin tuna und bigeye-tuna). Außerordentlich populär ist der kleine Thunfisch mit den gelben Flossen. Er wird in allen Variationen angeboten. Die Hawaiianer lieben ihn auch in dünnen rohen Scheiben auf japanische Art ("sashimi") und natürlich auf die uralte hawaiianische Art ("poke"), bei der dünne rohe Scheiben mariniert werden. Der etwas größere Bigeye-Thunfisch (20-30 Pfund) wird genauso so verwendet.
Mahimahi
(= dolphinfisch oder dorado). Das ist der bekannteste Speisefisch in Hawaii. Er hat nichts mit dem Delphin zu tun, sondern heißt seltsamerweise nur so. Die sehr schmackhaften Filets sind weiß bis rosafarben, aber auch nicht billig, wenn sie frisch gefangen sind. 10-20 Pfund schwer sind im Durchschnitt die gefangenen Exemplare.
Onaga
(= ruby snapper). Eigentlich ist das der japanische Name für den Roten Snapper; er wird aber überall so genannt, ob wohl der hawaiianische Name ula`ula lautet. Ein sehr leckerer Speisefisch; das Fleisch ist noch etwas saftiger und geschmackvoller als das vom Pink Snapper. Die Fanggewichte rund um Hawaii liegen zwischen 2 und 18 Pfund.
Ono
(= wahoo). Er gehört zu der Gruppe der Königsmakrelen und hat weißes, schmackhaftes Fleisch. "Ono" heißt "lecker" auf hawaiianisch. Die um Hawaii herum gefangenen Exemplare haben ein Gewicht von 8- 30 Pfund, obwohl sie noch viel größer werden können..
Opakapaka
(= pink snapper). Nirgendwo auf der Welt wird der Pink Snapper so schön fett wie in den hawaiianischen Gewässern (12- 18 Pfund). Die hell-rosa farbigen Filets werden in den Restaurants meist gedünstet oder gebraten angeboten.
Monchong
(= sickle pomfret). Dieser Tiefseefisch wird nur in Hawaii und in Japan so genannt. Er wird zwischen 2kg und 20 kg schwer und lebt in Tiefen von über 300 m. Seine Farbe ist dunkel, fast schwarz und manchmal bronzefarben. Normalerweise wird er zusammen mit Tunfischen gefangen und meist mit Tiefseeangeln. Er ist außerordentlich schmackhaft, weil er weißes, zartes Fleisch hat, das sehr fettreich ist. Deshalb eignet er sich auch gut zum Grillen.
Opah
(= moonfish). Die um Hawaii herum gefangenen Mondfische sind durchweg 60-200 Pfund schwer. Ihr Fleisch ist sehr unterschiedlich - je nachdem aus welcher Stelle es herausgeschnitten wurde. Die Farbe reicht von weiß über rosa, orange, rot bis braun. Es schmeckt hervorragend und eignet sich zum Braten und Grillen.
Shutome
(= swordfish). Eigentlich ist shutome ein typisch japanischer Ausdruck für den Schwertfisch, aber er wird überall in Hawaii verwendet. Dabei handelt es sich um eine Gruppe der großen "Billfish", die als Marlin oder Schwertfisch den offenen Ozean bewohnen. Sie werden locker bis 500 Pfund schwer und bilden das Grundgerüst vieler Fischrestaurants. Ihre Filets eignen sich gut zum Braten, Grillen oder Dünsten.
Hebi
(= spearfish). Dieser Fisch ist außerhalb von Hawaii wenig bekannt, weil er nur in tropischen Gewässern gefangen wird. Er wird auch nicht kommerziell gefangen, sondern meist nur von Sportfischern, die mit der Angel eigentlich Marlins oder Schwertfischen nachjagen. Andererseits ist er auch oft bei den Berufsfischern zu finden, die vornehmlich Thunfische in den Netzen haben. Die Filets werden in der Regel gegrillt oder gebraten und schmecken ausgezeichnet.
Sonderwünsche in den Restaurants werden meist bereitwillig akzeptiert. Gewöhnen müssen Sie sich allerdings daran, dass kurz nach Ihrer Bestellung schon die Vorspeise serviert wird - und sofort danach das Hauptgericht. Das ist halt amerikanische Pionierzeittradition: Alles muss schnell gehen, damit jeder wieder an die Arbeit gehen kann und den Restaurantplatz für den nächsten frei macht. Verhindern können Sie das nur, wenn Sie zu Beginn lediglich die Vorspeise bestellen. Wenn diese dann serviert wurde, bestellen Sie erst den Hauptgang, dann kommt dieser zeitgerecht. Das akzeptieren die Kellner in den besseren Restaurants auch. Unüblich für die Hawaiianer  - und natürlich auch für alle Amerikaner - ist es, nach dem Essen am Tisch sitzen zu bleiben, sich zu unterhalten oder lediglich noch ein Getränk zu bestellen. Das macht man an der Bar.
 

Empfehlenswerte Restaurants in Hawaii mit Hawaiian Fusion oder Pacific Rim Cuisine

Pacific Rim Cuisine in Oahu

pacific.jpg (17736 Byte)In Oahu ist natürlich das Angebot am größten. Hier präsentieren sich vor allem die Restaurants der Spitzenhotels mit einer hervorragenden Küche, die keine Wünsche offen lässt. Das gilt im Übrigen für die anderen Inseln gleichermaßen. Allerdings sind die Preise auch entsprechend hoch. Für die Vorspeise zahlen Sie 10...25$, für das Hauptgericht 20...50$ und das Dessert  10...15$, sodass Sie mit einem Getränk locker 100$ los werden können. Dabei sind Steuern (4,166%) und das obligatorische Trinkgeld (mindestens 15%) noch nicht mitgerechnet.
Eine besondere Restaurantempfehlung für diese Kategorie möchte ich nicht geben, sondern nur einige Tipps zu den eigenständigen Restaurants, die die gleiche Qualität zum halben Preis bieten.
Übrigens sollten Sie möglichst vorher anrufen und einen Tisch reservieren. Sonst kann es Ihnen durchaus passieren, dass Sie 20-40 Minuten warten müssen. Die Amerikaner essen früh zu Abend und besonders zur Zeit des Sonnenuntergangs zwischen 17:30 - 18:30 Uhr sind die Plätze dann oft  ausgebucht.
Jameson´s by the Sea in Hale´iwa hat eine sehr kreative Küche, ist aber weit weg; zu den großen Könnern in Waikiki gehören zweifellos Alan Wong´s Restaurant, Keoni bei Keo´s und Sam Choy´s Diamond Head. Ganz nett sind auch die Atmosphäre und das Essen in der
Brew Moon Microbrewery im Ward Center. Nicht vergessen darf man auch nicht den Mitbegründer der Hawaiian Fusion, Roy Yamaguchi, der in Oahu 3 Restaurants betreibt. Er hat schließlich mit seinen 31 Restaurants, die er inzwischen weltweit betreibt, diese Küche weltbekannt gemacht. Leider geht es dort immer sehr lauf und geschäftig zu, wie wir das jetzt wieder im Oktober 2016 erlebt haben. Das ist schade, denn das Essen selbst ist gut.
Ein neuer Stern ist mit Chef Chai in Oahu aufgegangen. Wir waren total begeistert in seinem neuen Restaurant auf dem Kapiolani Boulevard und erstaunt über die moderaten Preise.


Das Restaurant von Chef Chai auf dem Kapiolani Boulevard

Es gibt übrigens im Royal Hawaiian Center auf dem Level 3 ein 5-Sterne-Gourmet Buffet, das hervorragend ist. Es heißt auch so: "Five Star International Buffet". Senioren ab 60 bekommen 15% Rabatt. Mittags kostet das Buffet 19$ und abends 48$. Probieren Sie es aus! Eine besondere Empfehlung für Oahu zu geben, ist sehr schwer. Natürlich bieten die großen Hotels "Fine Dining" an und zeigen Spitzenleistungen, verlangen aber auch Spitzenpreise. Wer die bezahlen will, bekommt im "Hoku´s im Kahala Resort, im Hilton Hawaiian Village oder im Chai´s Island Bistro im Aloha Market Place Tower hervorragende hawaiianische Kreationen wie nirgendwo sonst auf dieser Welt.
Einer der Mitbegründer der "Pacific Rim Cuisine", Peter Merriman, hat sich inzwischen auch in Oahu mit der Moku-Kitchen und dem Monkeypod niedergelassen, wobei sein neuestes Restaurant in Ko´Olina gerade im Oktober 2016 eröffnet wurde. Er gehört zweifellos zu den großen Namen der hawaiianischen Küche und ein Besuch seiner Restaurants ist jeden Dollar wert, den Sie dort lassen.

Pacific Rim Cuisine in Maui

In den letzten Jahren haben viele Köche die Pacific-Rim-Cuisine kopiert und teilweise recht interessante Kreationen hervorgebracht. Sie sollten in jedem Fall einmal das Pacific´O in Maui besuchen. Reservieren Sie einen Tisch zum Sonnenuntergang kur vor 6 Uhr abends und Sie werden begeistert sein. Nach meiner Meinung ist es die beste Gelegenheit für eine Begegnung mit der Pacific Rim Cuisine. Sehr kreative Gerichte finden Sie auch bei Roy´s, der inzwischen mit vielen Restaurants auf den Inseln vertreten ist. Leider sind alle zum Massenbetrieb geworden, was sich vor allem in der Hektik und in der Lautstärke bemerkbar macht. Am schlimmsten ist es in dem neuen Roy´s Kaanapali, das im Februar 2012 eröffnet wurde. Als wir im November 2015 dort waren, waren an der Bar vier Fernsehgeräte gleichzeitig mit verschiedenen Programmen in Betrieb und der Geräuschpegel von den  266 Gästen war fast unerträglich. Schade, denn das Essen ist immer noch sehr gut. Tommy Bahama´s versucht sich auch mit jeweils einem Restaurant in Maui und auf Big Island, schafft aber nicht den richtigen hawaiianischen Touch. Peter Merriman hat nach der Eröffnung der Niederlassung in Kapalua, die großen Erfolg hat (aber teuer ist), ein neues "Monkeypod-Kitchen" in Wailea eröffnet.. Sansei ist inzwischen auch in Kapalua vertreten und bietet eine hochwertige Küche an. Die Preise sind allerdings auch stark angezogen und der individuelle Service ist auch nicht mehr der, der er früher war. Alles ist sehr geschäftig und laut geworden, weil das Restaurant immer voll und gut besucht von japanischen Touristen ist.
Buzz´s Wharf in Ma´alaea  auf Maui galt früher als guter Tipp für die berühmten "Tahitian Prawns". Leider hat das Restaurant Ende Mai 2014 dicht gemacht. Schade!  Ebenfalls hat in Ma´alaea das Waterfront Restaurant geschlossen; an seiner Stelle hat sich leider das "Saltimbocca" direkt oberhalb des Hafens auf der Harbor Mall lediglich ein Jahr lang gehalten. Wir waren sehr enttäuscht, als wir im November 2016 nur noch leere Räume vorfanden..

Außer den beschriebenen Restaurants gibt´s natürlich noch jede Menge in und um Lahaina. Allerdings sind dort die Preise durch die Touristen verdorben worden. Speisekarten mit Preisen finden Sie in den beiden Menu and Dining - Guides, die an allen Info-Ständen ausliegen. Whalers Village in Kaanapali ist ein lukullisches Zentrum mit vielen guten Restaurants. Neue Hotelanlagen bringen natürlich auch neue Restaurants mit sich; oft sind diese jedoch sehr unpersönlich und bieten nur amerikanische Standardküche. Sehr positiv hebt sich deshalb das neue Duke´s Beach House im Honua Kai Resort in North Kaanapali ab, wie dieser Bereich jetzt heißt. Es bietet eine sehr gute Hawaiian Fusion Cuisine in luftigem Ambiente bei nicht überhöhten Preisen an.


Ein Mahimahi, der gerade im Restaurant Pacific´O abgeliefert wurde, wird für uns frisch zubereitet.

Wenn es Ihnen gefällt, können Sie ja auch die anderen Restaurants mal besuchen, die zu dieser Kette gehören. In Lahaina machen in letzter Zeit 3 Restaurants viel von sich reden, die nebeneinander liegen: Das "Mala", das "Honu" und "Frida´s". Man sitzt am Ende der Front Street gegenüber der Cannery Mall direkt am Meer und hat einen schönen Blick auf Lanai gegenüber. Die Küche ist gut, die Weinkarte umfangreich und die Preise sind hoch.
Nicht zu vergessen ist "Mama´s Fish House" in Ho´okipa. Für viele ist es das beste Restaurant In Maui überhaupt. Die Küche ist in der Tat excellent, die Preise sind es aber auch. Man sitzt sehr schön am Meer in einem hawaiianischen Ambiente. Anmelden sollten Sie sich unbedingt, sonst müssen Sie mit 45-60 Minuten Wartezeit rechnen.

Pacific Rim Cuisine in Big Island

Auf Big Island hat Roy´s ebenfalls ein Restaurant bei den King´s Shops am Waikoloa Beach aufgemacht. Alles, was Sie bestellen, ist super, aber der Geräuschpegel im Restaurant ist unerträglich. Schöner sitzen konnte man bis Ende September 2014 im Merriman´s Market Café unter freiem Himmel; inzwischen ist dort A-Bay s eingezogen, das mit Darcy Ambrosio einen berühmten Besitzer hat, der in vielen 5-Sterne-Hotels gearbeitet hat und die Pacific Rim Cuisine beherrscht. Gegenüber das Restaurant " The 3 Fat Pigs" hat uns nicht so gut gefallen. Die Tische im freien am Seeufer sind sehr schön, aber die Küche ist nur mittelmäßig. Merriman hat zwei neue Restaurants in Kauai und Maui eröffnet und unter seiner Regie läuft auch das Hotelrestaurant vom Mauna Kea Resort. Tommy Bahama´s betreibt mit großem Erfolg ein Tropical Café an den Shops at Mauna Lani. Die Insel ist kulinarisch stark im Kommen. Ansonsten gibt es dort gute und preiswerte amerikanische Küche. Das originale Merrriman´s in Wailea auf Big Island ist natürlich große Klasse und hat wieder vom Star Advertiser den 1. Preis bekommen. In meinen Augen ist es aber zu teuer für das, was es bietet. Auch Huggo´s ist durchaus zu empfehlen - einen besseren Platz zum Sonnenuntergang finden Sie kaum. Geheimtipps für Big Island sind das Café Pesto und die Seafood Harbor Bar in Kawaihae. Beide haben authentische hawaiianische Küche mit zivilen Preisen. Das Bamboo Restaurant in Hawi ist eigentlich noch besser, zumal es dort die berühmte Lilikoi-Margarita gibt. Die sollten Sie probieren! Leider müssen Sie dafür einige Meilen Fahrstrecke in Kauf nehmen.
Wenn Sie wirklich einmal romantisch bei Sonnenuntergang essen und genießen wollen, was die  hawaiianische Küche zu bieten hat, sollten Sie auch "Brown´s Beachhouse" im Fairmont Mauna Lani Hotel oder das Canoe House im Mauna Lani Hotel probieren. Beide sind einsame Spitze!
Die beste Überraschung haben wir aber wieder im Oktober 2016 im "The Blue Room" erlebt, das sich als kleines Bistro in der Fußgängerzone der "Shops at Mauna Lani" für einen Drink oder ein Abendessen anbietet. Für 24 $ bekamen wir wie im Jahr vorher ein fantastisches Lobstercurry, das im Preis-Leistungsvergleich von keinem Spitzenrestaurant zu schlagen war. Dazu ein hervorragender freundlicher Service, der ebenfalls beispielhaft war.


Das Bistro-Restaurant "The Blue Room" at the shops of Mauna Lani


Das Lobstercurry für 24 $ im "The Blue Room" ist hervorragend!

In diesem Zusammenhang habe ich noch einen Geheimtipp für Sie: Der Chefkoch vom Brown´s Beach House, T. Keosavang, hat 2011 ein eigenes Restaurant in Kailua Kona eröffnet und bietet in seinem "Lemongrass Bistro" hawaiianische Spezialitäten mit asiatischem Touch an. Den "Ahi Poke", also den marinierten rohen Thunfisch, werden Sie wohl kaum irgendwo besser bekommen. Schade, dass der berühmte Chefkoch so wenig vom Ambiente hält, denn sein Bistro in der Hualalai Road in Kona ist spartanisch eingerichtet. Das erstklassige Essen ist allerdings dafür umso preiswerter.

Pacific Rim Cuisine in Kauai

Auf Kaua´i befinden sich am Kalapaki Beach die beiden etablierten Restaurants "Duke" und "Portofino", die sehr gute hawaiianische Küche anbieten; man kann dort auch zu JJ´s Broiler gehen, der zwar stark nachgelassen hat, aber immer noch gute Steaks anbietet. Er eignet sich inzwischen eher für eine Happy Hour am Kalapaki-Beach als für ein Abendessen. Das entspricht nämlich nur noch einem amerikanischen Family-Restaurant. Gegenüber in der Harbor Mall ist übrigens ein preiswerter Mexikaner, bei dem Sie sich mit typischen mexikanischen Gerichten und Getränken verwöhnen lassen können. Sein Restaurant heißt "Mariachi´s Authentic Mexican Cuisine" und hat den 1. Platz bei den Einheimischen gemacht, die 2016 das beste mexikanische Restaurant wählen sollten, aber nach meiner Meinung ist es nicht so gut wie das "Tortilla Republic" in Poipu, das ich weiter unten beschreibe.
Zwei Tipps möchte ich von dieser Insel an Sie weitergeben, weil ich immer wieder viele Einheimische getroffen habe, die darauf schwören, dass die Küche gut und preiswert ist: "The Bull Shed" in Kapaa. Ich kann bestätigen, dass das Essen sein Geld wert ist. Die Zeiten sind zwar vorbei, als es dort noch  ein richtig gutes Pfeffersteak samt Salad Bar für 24.95$ gab. Inzwischen (Oktober 2016) kostete es leider schon 36$ und die Baked Potato wurde mit 3$ extra berechnet. Am Grill sind die Küchenchefs allerdings einsame Klasse. Das bezieht sich auch auf die Fischfilets und die riesigen Lobster. Raffinierte Saucen dürfen Sie dazu nicht erwarten. Die Einheimischen schwören jedoch darauf und erhoben das Restaurant zur Nr.1 bei Steaks und zu Nr. 3 bei Fisch. Der zweite Tipp bezieht sich auf "Hukilau Lanai", das ist das Restaurant, das zum Kauai Coast Resort in Kapaa gehört. Es bietet eine schmackhafte hawaiianische Küche an, deren Fischspezialitäten täglich wechseln und kreativ sind. Für 25 -33$ bekommen Sie neben dem Hauptgericht auch einen Salat oder eine Suppe dazu sowie Brot mit Olivenöl und Balsamico. Leider hat sich herumgesprochen, dass die kreative Küche des Besitzers und Küchenchefs so hervorragend ist, sodass Sie unbedingt vorher reservieren müssen. Am besten schon einen Tag vorher. Interessant ist auch die Weinkarte, denn es werden 30 Weine für jeweils zwischen 20 und 30$ angeboten, die gut zur hawaiianischen Küche passen. Man sitzt ausgezeichnet und wird freundlich bedient.

Kapaa hat sich gut entwickelt, was die Restaurants angeht. Das "Wahooo" bietet ebenfalls erstklassigen Fisch an; in meinen Augen ist es ideal für ein gutes Abendessen, denn die Touristen kennen es nicht, weil wenig Werbung betrieben wird. Bei den Einheimischen ist es zum besten Seafood-Restaurant der Insel 2016 gewählt worden. In Poipu liegen Roy`s und das Beach-House seit Jahren in der Gunst der Feinschmecker vorn. Jetzt ist sogar noch das "Red Salt" hinzugekommen. Das hat zwar ziemlich hohe Preise, aber allerorten von den Restaurantkritikern hohe Bewertungen bekommen. Das dazugehörige Hotel ist sogar die Nr.47 der besten Hotels Amerikas. Im Norden gibt es als besonderen Tipp noch das "The Bistro" in Kilauea. Die Küche ist hervorragend und das Boston Lager vom Fass auch. Wenn Sie exquisite Küche mögen, besuchen Sie Casa di Amici in Poipu und probieren Sie den Hummer in weißer Trüffelsauce mit frischen Gemüsen. Sie werden begeistert sein!
Gourmets sollten sich die aktuelle Ausgabe des "Kauai Menu- and Dining-Guide" besorgen. Den gibt es im Übrigen auch online. Schauen Sie doch mal rein. Schon beim Durchblättern werden Sie Appetit bekommen.
Dass Kaua´i sich in den letzten Jahren deutlich verbessert hat, merkt man auch daran, dass viele Restaurants in den amerikanischen Reiseführern Top-Beurteilungen bekommen haben. Und Po´ipu hat viele Attraktionen hinzugewonnen. Da um Po´ipu eine komplett neue Community mit vielen Luxusvillen entstanden ist, hat sich die erforderliche Einkaufslandschaft in Form des Kukui´ula Village bereits etabliert und beherbergte neben Merriman´s auch Josselin´s Tapas Bar und Grill. Wir fanden das toll, dass Jean Marie Josselin zurück auf seine Heimatinsel gekommen ist, auf der er damals das erste der legendären "Pacific Cafe´s" eröffnet hatte, die den Ruhm der Pacific-Rim-Cuisine mitbegründet haben. Leider ist seine Tapas-Bar inzwischen geschlossen. Es soll von einem Japaner übernommen werden und unter dem  Namen "Tapas at Kukui´ula" weitergeführt werden Mal sehen, wann das soweit ist, denn Ende Oktober 2016 war immer noch das "closed"-Schild an der Tür. Das mexikanische Restaurant "Tortilla Republic" hat großen Erfolg. Die Preise im Erdgeschoss sind akzeptabel, in der ersten Etage jedoch deutlich höher; dafür gibt es dort bei schöner Aussicht hervorragende mexikanische Küche. Sie werden nirgendwo auf den Inseln bessere Fajitas bekommen. Das ist dasselbe Prinzip wie bei Merriman´s: Der hat auch unten eine preiswerte Burger- und Pizza-Küche, während er oben in der ersten Etage in luftiger Höhe hervorragende Fischkompositionen anbietet. Nebenan hat das Dolphin Fishmarket Restaurant aus Hanalei eine Zweigstelle eröffnet und kommt beim Publikum gut an. Hier habe ich den besten Opah auf der Insel gegessen. So ist im Kukui´ula Village ein regelrechtes "Futterzentrum" entstanden, an dem abends viel los ist. Es hat dem Poipu Village sehr viel weggenommen, das nun langsam ausstirbt. Sogar "Roys" ist dort verschwunden und hierhin umgezogen. Sein neues Restaurant "The Eating House 1849" auf der oberen Etage vom Dolphin Restaurant wirbt mit Plantation Cuisine aus der Vergangenheit von Hawaii. Mir hat es nicht gefallen, weil es mit seinen blank gescheuerten Tischen und Picknick-Bänken eine Wartehallenatmosphäre verbreitet. Alles ist laut, geschäftig und nicht gemütlich. Man sitzt zwar luftig, aber im Durchzug. Dadurch, dass Longs Drugs noch einen Supermarkt eröffnet hat, ist jetzt viel mehr los in dem Geschäftszentrum. Die Einheimischen haben interessanterweise 2016 das "Mariachi´s" für die  beste mexikanische Küche gekürt.


Das "Dolphin" Restaurant (unten) und "Roy´s Eating House 1849" in der ersten Etage  at the shops of Kukui´ula

Auf der Kilohana-Plantation, einer alten Zuckerplantage aus den 30er Jahren in der Nähe von Lihue ist es bei "Gaylords" deutlich ruhiger, weil man wunderbar entspannt unter den Arkaden des alten Herrenhauses speisen und die tropische Atmosphäre genießen kann. Das ist auch etwas für einen ausgedehnten Brunch am Sonntagmorgen. Wir waren im Oktober 2016 mehrere Male dort und erstaunt über immer noch gute Preis-Leistungsverhältnis bei dem hohen Qualitätsanspruch im Vergleich zu den anderen Restaurants in Kaua´i. Für 32$ gab es einen sehr kreativen Ono in der schwarzen Sesamkruste auf Ingwer-Jasminreis, dazu Lomi-Lomi-Reis mit frittierter Avocado, alles zusammen in einer scharfen chinesischen Senfbutter. Das war wirklich ein Gedicht! Wir haben auf den Inseln schon oft Ono gegessen, aber so toll zubereitet war er noch nie.
Und hier mein Lieblingsrestaurant für Kapaa:
Jean Marie Josselin hat einen neuen Gourmet-Tempel in Kapaa, seiner alten Heimat, eröffnet.


Das unscheinbare Restaurant JO2 mit der Spitzenküche von Jean Marie Josselin am Kuhio Highway in Kapaa

Es heißt "JO2 - Natural Cuisine" und liegt etwas versteckt im hinteren Bereich des Kuhio Highways. Wir waren im Oktober 2016 mehrere Male da und konnten gar nicht glauben, dass er gar keine Reklame in den Broschüren macht, denn das Essen, das er anbietet, ist unglaublich kreativ und lecker. Die Portionen sind übersichtlich, aber die Preise liegen auch nicht höher als bei den anderen Restaurants in Kapaa.
Rechts im Bild die Vorspeise für 13 Dollar:

Quinoa in einem Basilikum-Pesto mi Ziegenkäse und hawaiianischen Fenchel - ein Gedicht -


Tipp für ein Luau
: Wenn Sie auf den Inseln ein schönes "Luau" besuchen wollen und keine Gelegenheit haben, das in Maui beim "Feast of Lele" zu erleben, dann ist das "Luau Kalamaku" auf der Kilohana Plantage in Kauai eine echte Alternative. Es ist nicht billig, zeigt aber in wunderschöner Atmosphäre auf der alten Plantage traditionelle Hulas und hawaiianische Gesänge. Das Dinner mit der Erdofen-Zeremonie ist ausgezeichnet und im Licht der Sterne und Fackeln erleben Sie einen mystischen Feuertanz.

Die Preise in den Restaurants in Hawaii

Natürlich wollen Sie wissen, was die hawaiianischen Leckerbissen kosten.
Gegenüber den letzten Jahren sind die Preise gewaltig angestiegen. Während man eine Pizza noch für 10 $ bekommt und die Fast-Food-Ketten alles zu ähnlichen Preisen wie in Deutschland anbieten, kosten jetzt die Hauptgerichte in den Restaurants durchweg 26 $ und mehr (Okt. 2016). In guten Restaurants werden das dann aber auch leicht 40 $ oder noch mehr. Sogar im Bull Shed, einem sicherlich preiswerten Family-Restaurant in Kapaa, wurde der Lobster vom Grill zwischen 48 und 56 Dollar angeboten - allerdings auch 18-20 ounces groß, also 500 - 600 g. Zum Essen trinkt man gewöhnlich Wasser (mit Eiswürfeln und einer Zitronenscheibe), das überall kostenlos serviert wird. Ein Glas Bier (0,33 l) kostet zwischen 4,50 $ und 8 $, je nach Restaurant. Oft gibt es einheimisches Bier vom Fass, das kräftiger ist und gut schmeckt. Die Biersorten der kleinen Hausbrauereien (Microbreweries) sind sehr populär geworden. Viele Restaurants legen Wert auf eine gute Weinkarte, weil diese bei den Bewertungen der Restaurants immer eine große Rolle spielt. Für ein Glas Wein bezahlt man zwischen 6 $ und 15 $, bei Merriman´s auch 19 $ oder 22 $, wenn es sich um hochwertige Sorten handelt. Die Preise für eine ganze Flasche der gängigen Sorten aus Neuseeland oder Kalifornien sind normalerweise durchaus akzeptabel; sie liegen zwischen 20 $ ...40 $ und natürlich auch noch höher. Allerdings kommt es darauf an, was Sie gern trinken. Die Auswahl bezieht sich vornehmlich auf Weine aus den USA; vielfach auch auf Australien oder Neuseeland. Außerdem ist meist ein deutscher Riesling mit auf der Karte.
Die Vorspeisen kosten durchweg zwischen 11 $ und 24 $; Brot und Beilagen müssen oft noch zusätzlich bezahlt werden - manchmal sind sie inbegriffen. Hierzu muss man die Speisekarte genau studieren und sollten sich nicht scheuen, danach zu fragen.
Die Kellner in Hawaii erklären meist ziemlich ausführlich die einzelnen Speisen, weil sie wissen, dass auch die Amerikaner vom Festland oft nichts mit den hawaiianischen Namen und Zubereitungsarten anfangen können. Achten Sie bei der Bestellung immer darauf, dass Sie zwischen Vorspeise und Hauptgang etwas Zeit eingeräumt haben möchten, sonst kommt beides superschnell - wenn nicht gleichzeitig!
Wenn Sie anschließend gefragt werden, ob Sie noch einen Dessert möchten und dies verneinen, kommt unweigerlich die Rechnung.

Trinkgelder in Hawaii

Der Nettobetrag auf der Rechnung ist bei vergleichbarem Standard und Währungsumrechnung nicht viel höher als bei uns in Deutschland; dazu kommen allerdings Steuern von 4,17 % und die Bedienung von mindestens 15 %. Aus einem Abendessen für 2 Personen  mit einem Rechnungsbetrag von 87,50$ werden immer 100 $ und mehr. Das sieht dann schon anders aus als in Deutschland. Viele Restaurants sind sogar so clever, dass sie für die ausländischen Gäste einen Stempel auf die Rechnung setzen, der einen Vorschlag für ein Bedienungsgeld von 15%, 18% oder 20% enthält. Je nach Zufriedenheitsgrad wird der entsprechende Satz zur Zahlung empfohlen. Das entbindet dann den Gast von der Berechnung des Trinkgeldes und ist sehr bequem für ihn: Er braucht nur den vorgeschlagenen Betrag einzufügen.
Allerdings ist noch ein raffinierter Stolperstein dabei: Der 15%ige Trinkgeldbetrag (oder höher) wird normalerweise vom Preis ohne die ausgewiesene Steuer berechnet. Wenn Sie aber die Rechnung  bekommen und zum Endpreis 15% hinzurechnen, liegen Sie eigentlich immer höher. Bei größeren Rechnungen sollte man also durchaus genauer hinschauen.
Das ist besonders wichtig, wenn die Beleuchtung schummrig ist. Selbst in Lahaina ist es uns wieder passiert, dass in der Rechnung 17% Bedienung eingerechnet waren und unter der Rechnung immer noch eine Zeile für Trinkgeld markiert war. So etwas ist gierig, aber wahrscheinlich in Touristenzentren nicht zu vermeiden.

Weitere Hinweise:

Thema/Titel Internet-Adresse
Taste of Aloha - Restaurantführer für alle Inseln www.tasteofaloha.com/
Restaurantführer für Oahu www.gohawaii.com/oahu/plan-a-trip/dining
Menu and Dining Guide Kauai www.kauaimenu.com
Maui Menu and Dining Guide www.menu-magazine.com
Empfehlenswerte Restaurants auf Big Island www.alternative-hawaii.com/rest/award.htm
Roy´s Restaurants www.roysrestaurants.com
Sansei Restaurants mit den besten Sushis der Inseln http://sanseihawaii.com/
Pacific´O Restaurant in Maui www.pacificomaui.com
Lemongrass Bistro in Big Island http://lemongrass-bistro.webs.com/
Hawaiianische Fische - von der Meeresbiologie über die Fanggründe bis zu den Restaurants www.hawaii.gov/dbedt/seafood/index.html
Merriman´s in Big Island, Kauai und Maui www.merrimanshawaii.com
Jean-Marie Josselin´s Natural Cuisine http://www.jotwo.com/
Duke´s Restaurants www.dukesmaui.com/
Luau in  der Kilohana Plantation auf Kauai www.luaukalamaku.com
Luau in Maui https://www.feastatlele.com/

 Hier geht´s weiter, wenn Sie mehr von den anderen Inseln wissen wollen:
Kauai        Lanai        Big Island        Molokai         Oahu        Maui

Letzte Aktualisierung dieser Seite am 11.11.16

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