Reisebericht: Urlaub in Sansibar 2015 und 2017
- Badeurlaub  in Nungwi im Hotel Diamonds La Gemma dell´Est -

Wenn man den Namen Sansibar hört, so klingt das nach Seeräubergeschichten und einer exotischen Insel im Indischen Ozean. So ging uns das auch, als wir uns das erste Mal im April 2015 mit dem Gedanken befassten,  dort unseren Urlaub zu verbringen.

Nachdem wir einige Reisekataloge gewälzt und uns im Internet informiert hatten, stand unser Entschluss fest: Wir fliegen dorthin! Zunächst einmal musste die beste Reisezeit ausgesucht werden - nach Auswertung der Klimatabellen waren das die Monate Januar/Februar und Juni/ Juli. Danach kamen unsere besonderen Wünsche: Wir wollten unbedingt einen schönen Strand ohne Mücken haben, an dem man sowohl bei Ebbe als auch bei Flut gut schwimmen kann. Wir hatten nämlich in Mauritius und auf den Seychellen schlechte Erfahrungen damit gemacht. In beiden Fällen war der Strand wunderschön zum Spazierengehen, aber eben nicht zum Schwimmen, weil das Wasser zu flach war.
Vor allem musste das passende Hotel am passenden Ort gefunden werden. Hotels gab es in Sansibar mehr als genug und alle großen Reiseveranstalter boten eine sehr gute Auswahl davon an. Hilfreich waren die Bewertungen von Holidaycheck und vom Tripadvisor, aus denen sich eindeutig ergab, dass die Gegend um Nungwi an der Nordspitze der Insel die beste Wahl sein würde. Also suchten wir uns dort ein Hotel aus; unsere Wahl fiel auf das Diamonds  La Gemma dell´ Est.


Für die 6900 km von Frankfurt nach Sansibar benötigt man mindestens 9 Stunden Flugzeit.

Das nächste Problem war der Flug nach Sansibar. Im Internet wurde uns die Oman Air als günstigste Lösung empfohlen.
Andere hatten Vorschläge für die Flüge mit Emirates, Etihad, Qatar oder Ethiopian Airlines. Die Preise lagen fast alle um die 780 Euros. Wenn man sich aber die Flugdauer anschaut, so ist die Condor unschlagbar, denn sie fliegt von Frankfurt nach Sansibar im Direktflug - und wenn man sich die richtigen Zeiten aussucht, sogar zum Schnäppchenpreis für unter 700 Euro!
Damit war unsere Entscheidung klar: Wir buchten alles im Internet und dazu noch ein Taxi, das uns vom Flughafen zu unserem Hotel nach Nungwi bringen sollte.

Dienstag, 9.6. 2015

Um 21:00 hebt unsere Boeing 767-300 von Condor in Frankfurt ab und nach total ruhigem Flug landen wir 9 1/2 Stunden später in Sansibar.

Mittwoch, 10.6.2015

Hier ist es jetzt 6:20 Uhr Ortszeit, also eine Stunde später als bei uns zu Hause. Die Besatzung wechselt für einen Weiterflug nach Mombasa. Alle Passagiere, die dorthin weiterfliegen, sollen im Flugzeug sitzen bleiben. Wir steigen aus und hören noch die Durchsage, dass die Regierung eine Anti-Korruptions-kampagne macht und darauf hinweist, dass die Benutzung der Toiletten und die Gepäckwächter kostenlos sind.
Unser erster Gang führt zum Visum-Schalter, wo wir erst einmal für jeden 50 Dollar berappen müssen. Wir sind erstaunt, dass so viele Leute hier ausgestiegen sind - der ganze Raum vor den beiden Einreiseschaltern steht voll. Da wir ziemlich vorn in der Schlange stehen, sind wir relativ schnell fertig und müssen unsere Fingerabdrücke und ein elektronisches


Das Terminal vom Flughafen Sansibar. Jetzt begreifen wir, dass der Name
der Insel mit "Z" geschrieben wird, das wie ein weiches "S" ausgesprochen wird.
Foto hinterlassen, bevor wir uns der Gepäckausgabe zuwenden können. Ein Gepäckband gibt es nicht, sondern die Koffer werden einzeln auf die Rampe gestellt und jeder holt sich seinen, wenn der zu sehen ist. Das ist ziemlich chaotisch. Glücklicherweise  sind unsere beiden schnell da und hinter uns winkt uns schon heftig ein kopftuchverhangenes schwarzes Gesicht hinter dem Wechselstubenschalter heran. Auf die Devisen scheint man scharf zu sein - wir spazieren hin und bekommen für 100 Euro 220 000 Tansania Schillinge. Der Kurs von 1:2200 ist aber in Ordnung, denn im Internet wird uns derselbe Betrag angegeben. Wir lernen unsere ersten Wörter auf Kiswahili: "Asante sana" (= Vielen Dank).

In der Ankunftshalle des Flughafens warten 30 dunkelhäutige ernst blickende Männer mit gedruckten oder primitiv gemalten Schildern, auf denen die Namen der ankommenden Gäste stehen. Erst nach einigem Suchen finden wir draußen unseren Taxifahrer. Er führt uns zu einem Minivan, in dem schon zwei deutsche Mädels sitzen, die ebenfalls zum Hotel La Gemma dell´Est fahren. Taxifahrer bieten natürlich auch ihre Dienste an. Wie auf allen Flughäfen dieser Welt, sind die angegebenen Preise horrent und völlig illusorisch. Ein Verhandlungsgespräch lässt den Preis um ein Drittel sinken. Verhandeln gehört in Sansibar dazu und das sollte man beherzigen.
Unser Fahrer spricht etwas Englisch und wir erfahren die ersten Einzelheiten über die Insel. Es wird hier Kisuaheli  gesprochen, in der Sprache der Einheimischen "Kiswahili". Das lernen alle Kinder in der Schule. Die Sprache wird von fast 90 Millionen Menschen an der afrikanischen Ostküste gesprochen; sie ist Amtssprache in Tansania und wird in Kenia und dem südlichen Somalia verstanden. Man kann sich sogar in Ruanda, Uganda und Sambia damit verständigen. Man begrüßt sich mit "Jambo", wobei das "J" wie "Dj" ausgesprochen wird. Der Ausdruck entspricht dem deutschen "Hallo" oder dem amerikanischen "Hi". Um 7:00 Uhr fahren wir los.
Nachdem wir aus dem Flughafengelände heraus sind, begegnet uns die raue Wirklichkeit der Insel: Es ist früh am Morgen und alle sind auf dem Weg zur Arbeit: Zu Fuß, mit Fahrrädern oder mit dem Bus. "Bus" heißt auf Kiswahili "basi". Die Fahrt von Stonetown nach Nungwi


Der fahrplanmäßige Bus von Stonetown nach Mkokotoni wird beladen.

gibt unser Fahrer für die 60 km mit etwa einer Stunde und 15 Minuten an. Mit dem Taxi kostet das zwischen 60 und 80 Dollar, mit dem Bus nur etwa einen Dollar. Dafür muss man dann aber eine Zeit von etwa 4-5 Stunden einrechnen, denn der Bus hält in jedem kleinen Dorf und an jeder Haltestelle.
Das erleben wir dann eine dreiviertel Stunde später in dem Ort Mkokotoni. Offiziell dürfen 23 Fahrgäste in den Minibus einsteigen, in Wirklichkeit sind es immer mehr. Allerdings stehen an der Landstraße oft Polizeiposten, die die Busse anhalten und das kontrollieren.  Viele Sansibari fahren aber nicht mit den Linienbussen, sondern mit einem "Daladala", das ist ein Sammelbus, wie er in vielen orientalischen Ländern gebräuchlich ist. Er fährt eben nur ab, wenn sich genug Fahrgäste eingefunden haben und hält immer dort, wo ein Fahrgast aussteigen will.


"Daladala"-Sammelbus, der erst abfährt, wenn genügend
Fahrgäste vorhanden sind und dann überall
 auf Wunsch hält. Der Schaffner steht hinten auf der Plattform.

Auf der nachfolgenden Karte sieht man, dass der Ort Mkokotoni schon ziemlich weit im Norden an der Westküste liegt. Von dort bis nach Nungwi ist es nicht mehr weit. Wir fahren allerdings nicht ganz bis dorthin, sondern biegen kurz vorher ab zum Hotel La Gemma dell ´Est, das auf der Karte mit der Nummer 3 gekennzeichnet ist.
Die Karte haben wir von den Tour-Veranstaltern bekommen, die die Ausflüge auf der Insel organisieren und  in jedem Hotel vertreten sind. Sie bietet einen guten Überblick und zeigt, dass Nungwi im Norden gar nicht mit so vielen Hotels vollgestopft ist, wie überall behauptet wird. Sansibars Einkünfte kommen heute vom Tourismus, denn der Gewürzhandel wirft aufgrund der niedrigen Preise bei weitem nicht mehr so viel Geld ab wie früher. 1 1/2 Millionen Menschen wohnen hier, wobei es mehr als 50 Inseln sind, die dazu gehören.

Die beiden großen Inseln heißen Unguja und Pemba. Die Bevölkerung ist sehr arm und lebt vom Fischfang und der Landwirtschaft, denn aufgrund der ungeheuren Korruption versinkt das Geld aus dem Tourismus und dem Handel in den unergründlichen Taschen irgendwelcher Beamten, Politiker oder Firmen. Eine große Scheibe von dem Kuchen schneidet sich noch das Festland Tansania ab, denn der Inselstaat Sansibar ist eine teilautonome Republik von Tansania.
Auf unserer Fahrt nach Norden sind wir zunächst schockiert von der Armut, die uns links und rechts der Straße aus den Dörfern entgegenblickt. Es sieht zwar nicht ganz so schlimm aus wie in Indien, aber deutlich ärmer als in der Karibik. Nur die Hauptstraßen sind asphaltiert, der Rest sind Feldwege. Das ist auch


Nebenstraße in Mkokotoni

der Fall, wenn man wenige Meter neben der Hauptstraße in eine Tankstelle einbiegen will: Eine Sandpiste führt zu den Zapfsäulen und alles sieht sehr spartanisch aus, ein überdachtes Gebäude gibt es nicht und im Innern ist  auch keine Verkaufstheke. Für einen Liter Benzin muss man 1850 TSH (Tansanische Schillinge) bezahlen, das entspricht etwa 0,80 Euro. Für tansanische Verhältnisse ist das viel Geld und deshalb können sich auch nur wenige ein Auto oder einen Motorroller leisten. Die meisten Einwohner gehen zu Fuß zur Arbeit, einige fahren mit dem Fahrrad und die restlichen mit dem Daladala. Im Gegensatz zu Asien sieht man nur wenige mit dem Motorroller zur Arbeit fahren. Die Frauen müssen zu Hause bleiben, weil sie nach der muslimischen Vorstellung  draußen nichts zu suchen haben.


Tankstelle im Norden von Sansibar
Als wir schließlich zur Hotelanlage La Gemma dell´Est einbiegen, erwartet uns  eine völlig andere Welt. Sorgfältig gestutzte Hecken, eine gepflegte Gartenanlage, keine Frauen mit Kopftüchern und viele Security-Leute.

Wir werden nett begrüßt und zum Frühstück gebeten, weil das Zimmer noch nicht fertig ist. So trinken wir erst einmal in dem luftigen Restaurant einen Cappuccino. Inzwischen ist es 8:30 Uhr  und kurz darauf bekommen wir unseren Schlüssel und werden mit dem Golfcart zu unserem Zimmer Nr. 101 gefahren. Das ist das erste der unteren Reihenbungalows und befindet sich auf dem rechten Foto gleich links hinter der vorderen Hecke.
Alles ist sauber und ordentlich; wir sind zufrieden, räumen unsere Sachen ein und legen uns erst einmal auf eine Liege


La Gemma dell´Est: Blick vom Garten aufs Meer
am Strand. Der Himmel ist blau mit ein paar leichten Wölkchen. Dazu weht ein leichter Wind und freie Liegen gibt es genug in der Anlage. Der Sand ist fast weiß und fein wie Puderzucker. Das Meer ist türkisgrün und sauber bis auf ein paar kleine Seegrasbrocken, die darauf schwimmen. Unter den Palmen und Sonnendächern gibt es genug schattige Plätzchen, sodass die Temperatur sehr angenehm ist. Wir merken, dass wir in der Nacht nur wenig geschlafen haben und holen einiges nach. Gegen Mittag meldet sich der leere Magen und wir essen einen Happen im Strandrestaurant. Kellner und Angestellte sind äußerst freundlich. Alle werden mit "Jambo" begrüßt und wir lernen die beiden wichtigsten Ausdrücke für einen Strandurlaub auf Sansibar: "Pole pole" = Immer mit der Ruhe! und "Hakuna matata" = Kein Problem!


Unser Zimmer Nr. 110 vorn links mit verspiegelten Scheiben, damit man von außen nicht hineinschauen kann.

Hier ein paar Fotos vom Strand am Hotel:
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Strand vor dem Hotel La Gemma dell´Est

Bei Flut kommen die Wellen bis an die Uferbefestigung heran.

Zum Sonnenuntergang machen wir eine Happy Hour an der Sunsetbar mit einem Mojito und einer Passionfruit-Colada. Die Drinks sind hervorragend. Das Abendessen wird in Büffetform im Restaurant serviert. Dazu spielt eine Band afrikanische Rhythmen. Als wir in unser Zimmer zurückkommen, hat unser Zimmermädchen Twiwalu den Moskitovorhang um das Bett gelegt und alles malerisch drapiert. Es ist ohne Klimaanlage sehr angenehm und wir schlafen darunter wunderbar.

Donnerstag, 11.6.2015

Ein wunderschöner blauer Himmel begrüßt uns beim Aufstehen. Das Frühstücksbüffet ist gut besucht und sehr ordentlich. Ein frischer Wind durchzieht das große runde Restaurant und bestätigt uns, dass Juni und Juli die beste Reisezeit für Sansibar sind. Inzwischen hat Twiwalu unser Zimmer in Arbeit und schön hergerichtet. Frische Blüten von Bougainvilleas und Frangipanis schmücken unser Bett. Wir besuchen die Boutique und staunen über die Fantasiepreise, die für die Souvenirs und die Badesachen verlangt werden.
Auf dem Meer sind mehr Wellen als gestern und einige Schaumkronen zu sehen. Aber das Schwimmen in dem wunderbar warmen und klaren Wasser macht Spaß. Das kann ich auch für den großen Meerwasserpool bestätigen, der mit einer kräftigen Jetstreamanlage ausgestattet ist.

Am Nachmittag lässt der Wind nach und und die Sonne scheint nicht mehr so stark durch die Schleierwolken. Das gefällt uns sehr, denn man muss sich erst einmal an die Sonne gewöhnen. Zum Sonnenuntergang setzen wir uns in die Sunsetbar und beobachten die Fischschwärme. Es sind nur wenige Gäste hier, die sich den spektakulären Sonnenuntergang anschauen:

Die Sonnenuntergänge sind fantastisch und es ist sehr romantisch, bei einem guten Drink den Fischern zuzuschauen, die mit ihren Booten vorbeifahren und die Netze auslegen oder einholen.
Am Abend wird vom Hotel ein afrikanisches Büffet im African Village veranstaltet - das ist ein Bereich innerhalb der Hotelanlage, der speziell für solche Zwecke mit einer Show-Bühne und Zuschauerbänken ausgestattet wurde. Alles ist mit viel Aufwand schön dekoriert worden und der Service ist ausgezeichnet.

Die Massai haben ihre Schnitzereien und Kunsthandwerke zum Verkauf ausgelegt.


Es gibt afrikanische Spezialitäten, die alle sehr appetitlich aussehen.

Das Speisenangebot ist afrikanisch und nicht so beeindruckend. Lecker sind die Teigtaschen, die an der Backstation hergestellt werden. Leider geht das ziemlich langsam (pole pole), sodass man lange darauf warten muss. Eine Band spielt afrikanische Rhythmen und die Massai führen  ihre Tänze auf.
               Die Massai führen ihren Tanz auf, bei dem Einzelne hoch und höher springen.
Wir probieren alle 4 angebotenen einheimischen Biersorten (Tusker, Serengeti, Safari und Kilimanjaro). Eigentlich schmecken sie alle, wenn sie gut gekühlt serviert werden. Aber Kilimanjaro finden wir am besten.
In der Nacht sind wir von dem fantastischen Sternenhimmel begeistert. Man muss sich aber erst einmal mit dem südlichen Sternenhimmel vertraut machen, denn der Große Wagen steht auf dem Kopf und der Polarstern ist nicht zu sehen, weil er unter dem Horizont liegt. Dafür leuchtet aber das Kreuz des Südens mitten in der Galaxis.

Die nächsten Tage faulenzen wir am Strand; denn die Hotelanlage gefällt uns. Es sind so viele Liegen vorhanden, dass keiner auf die Idee kommt, eine zu reservieren. Und solch ein All-Inklusive-Leben ist schon eine feine Sache. Wenn Sie mehr über das Hotel wissen wollen, schauen Sie sich meine Beurteilung bei Holidaycheck und im Tripadvisor an. Das Wetter ist fantastisch und wir haben nichts zu meckern.

Dienstag, 16.6.2015

Wir werden jetzt immer zum Frühstück freundlich begrüßt, nachdem wir gelernt haben, dass "Habari za asubuhi" "Guten Morgen" bedeutet und wir versuchen, einige Brocken Kiswahili anzuwenden. Das haben die Sansibari gern, denn sie sind sehr gesprächsfreudig und freuen sich darüber, wenn einer versucht, ihre Sprache zu lernen.
Der kilometerlange Strand lädt bei Ebbe zum Spazierengehen ein und wir erkundigen uns nach Ausflügen in die Umgebung. Die Anbieter am Strand sind zwar preisgünstig, aber sprechen schlecht Englisch und können unsere Forderungen nach einem Deutsch sprechenden Sansibari nicht erfüllen, der uns nach Stonetown fahren und uns die Stadt zeigen soll.
So buchen wir schließlich bei Xperience Tours einen Halbtagsausflug nach Stonetown, der aber 95 Dollar pro Person kostet. Die Preise hier sind happig. Ein Vertreter der Serena Hotelkette schlägt uns einen 2-Tage-Safari-Trip mit Übernachtung in Tansania vor, der 1000 Dollar pro Person kosten soll. Im Übrigen stellen wir fest, dass viele Gäste nach einer Safari in Tansania hier einige Tage Strandurlaub als Verlängerung gebucht haben.

Mittwoch, 17.6. 2015

Pünktlich um 14:00 Uhr erscheint unser Minibus von Xperience Tours mit 2 Mohameds. Beide heißen so: Der eine ist der Fahrer und der andere der Reiseleiter. Er ist jung und spricht ein sehr schlechtes Deutsch, was wir aber erst unterwegs feststellen, denn die Begrüßungsfloskeln und die persönliche Vorstellung hat er ganz flüssig über die Lippen gebracht. Sein afrikanisches Englisch ist auch nicht viel besser.


Plattenbauten, die von von ehemaligen DDR-Architekten errichtet wurden

Bei bedecktem Himmel fahren wir über die Landstraße nach Stonetown. Unterwegs treffen sogar ein paar Regentropfen die Windschutzscheibe. Aber dann klart es doch ein wenig auf und die Sonne scheint wieder.
Die Hauptstadt von Sansibar hat 250 000 Einwohner und hat ihren Namen dadurch, dass hier im 19. Jahrhundert schon sehr viele Häuser aus Korallen- Kalkstein gebaut wurde. Als wir durch den Stadtteil Michenzani fahren, weist uns unser Guide auf die Häuser hin, die von deutschen Architekten gebaut wurden. Wir sind sehr erstaunt über diese grauen Steinkästen und können es gar nicht glauben. Aber es waren in der Tat Architekten aus der ehemaligen DDR, die in den 70er Jahren solche Plattenbauten hier erstellten. Ein Stück weiter halten wir am ehemaligen Sklavenmarkt und gehen von dort aus weiter zu Fuß durch die Altstadt.

Seit dem Jahre 2000 gehört das historische Zentrum zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hier einige Bilder von unserem Rundgang:
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Denkmal am ehemaligen Sklavenmarkt in Stonetown

Die schwedische Bildhauerin Clara Sörnäs hat eine Skulptur aus Beton geschaffen, die 1998 aufgestellt wurde und an die Zeit des Sklavenhandels erinnern soll.

Wir spazieren zur nahe gelegenen Anglikanischen Kathedrale, die aber renoviert wird und mit Gerüsten und weißem Kalkstaub belegt ist. Zu sehen gibt es nichts. Da ist die Benjamin Mkapa Road und der Darajani Markt schon interessanter.
Beim Gang über den Markt und die anliegenden Straßen stellen wir fest, dass das Angebot ziemlich begrenzt ist und sich auf den täglichen Bedarf der Sansibaris bezieht. Viele Händler breiten einfach ihre Waren auf der Straße aus oder stehen vor ihrem Karren, mit dem sie ihr Verkaufsangebot mitgebracht haben. Oft ist das auch nur ein Fahrrad.


Händler auf der Benjamin Mkapa Road in Stonetown


Souvenirladen in der Altstadt

In jedem Fall ist alles sehr farbenfroh. Auf den Straßen werden alltägliche Gebrauchsgegenstände angeboten, die Souvenirläden enthalten die Gegenstände, die die Touristen aus einem afrikanischen Land mitnehmen wollen: Bunte Bilder mit stilisierten Massaikriegern, geschnitzte Masken, Halsketten, Lederartikel und Anhänger aller Art. Postkarten findet man selten und Briefmarken noch seltener. Handeln muss man natürlich, denn die Artikel haben wie alles hier keine Preisangaben.


Die Karte zeigt die Altstadt von Stonetown mit den Sehenswürdigkeiten und stammt von dem Souvenir-Emporium Memories of Zanzibar. Das ist der größte Souvenirladen von Sansibar gegenüber von der Post. Mit spektakulären Sehenswürdigkeiten hält es sich in Grenzen. Ein Rundgang durch die schmalen Gassen der Altstadt ist aber durchaus interessant. Außerdem kommt man dabei an vielen sehenswerten Fassaden aus dem vorigen Jahrhundert vorbei. Mit Hilfe der UNESCO-Gelder sind sie teilweise schon restauriert worden. Das betrifft auch die geschnitzten Holztüren, die für Sansibar typisch sind. Allein in der Altstadt gibt es 200 Hier einige Fotos davon:

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Altstadtgasse in Stonetown

In den schmalen Gassen ist kein Autoverkehr, fast nur Fußgänger sieht man dort; manchmal auch ein Fahrrad oder einen Motorroller.

Wir sind etwas traurig darüber, dass unser Führer Mohamed nicht nur schlecht Deutsch und Englisch spricht, sondern auch darüber, dass er wenig Ahnung hat. Er kennt sich nicht richtig aus, muss oft Leute  fragen und hat wenig Wissen über die Hintergrundgeschichten. Er zeigt uns zwar das Haus von Tippu Tip und sagt, dass dies das Wohnhaus von einem Sklavenhändler war. Erst aus dem Internet erfahren wir, welch schillernde Persönlichkeit dieser Mann gewesen war, dass er die Forschungsreisen der Europäer (z.B. David Livingstone oder Henry Morton Stanley) unterstützte und großen Einfluss auf die Ostafrikapolitik der Kolonialmächte um 1880 hatte.
Ohne Führer verläuft man sich aber leicht in den schmalen Gassen, denn es sind kaum Schilder vorhanden.
Die Persischen Bäder (Hamamni), die als weitere Sehenswürdigkeiten empfohlen werden, sind leider inzwischen  geschlossen, sodass wir nur die Inschrift an der Wand des Hauses studieren können. Sie ist in 6 verschiedenen Sprachen und Schriften verfasst und zitiert den Koran, Sure 33, Vers 33:

"Allah will gewiß nur den Makel von euch entfernen, ihr Angehörigen des Hauses, und euch völlig rein machen."


Inschrift am Persischen Bad

Wir könnten jetzt noch in das Palast Museum oder das "House of Wonders" gehen, das auch ein Museum ist. Es heißt so, weil dort der erste Fahrstuhl Sansibars installiert wurde. Das alte Zollhaus und das alte Fort wären ebenfalls eine Möglichkeit. Stattdessen trinken wir im Serena Hotel noch einen Kaffee und schauen aufs Meer, wo sich gerade die Sonne zum Untergang bereit macht. Hier könnte man sitzen bleiben und den Sonnenuntergang genießen. Der Bürgermeister sitzt mit zwei Politikern am Nebentisch, die Mohamed ehrfürchtig grüßt. Er schlägt uns noch einen Stopp am Hafen vor, wo die Jugendlichen jetzt von der Mole ins Wasser springen und Akrobatik vorführen.

Wir sehen zwar einige Kinder, die von den Kanonen oder vom Rand des Kais ins Wasser springen, aber interessant ist das nicht. Zum Sonnenuntergang spazieren jetzt viele Frauen mit ihren Kindern über die Promenade. Im Hintergrund ist das House of Wonders zu sehen. Viele Garküchen werden aufgebaut und das Angebot an Fischen, Krebsen und Fleischspießen sieht sehr appetitlich aus.
Eigentlich hätten wir Lust, hier noch etwas spazieren zu gehen und den Sonnenuntergang abzuwarten, aber Mohamed drängt uns zur Rückfahrt, weil er gern noch bei Tageslicht im Hotel ankommen möchte. Inzwischen staut sich der Verkehr auf der Mizingani Road und es dauert eine ganze Weile, bis wir aus der Stadt heraus sind und in Bubu ankommen, wo unser Führer Mohamed aussteigt, weil er dort zu Hause ist. Es wird schon dunkel, als wir uns durch den dichten Verkehr quälen und wir merken, wie gefährlich das Fahren bei Dunkelheit auf der Landstraße mit vielen unbeleuchteten Fahrzeugen, Radfahrern und Fußgängern ist. Glücklicherweise weiß unser Fahrer, wo die Schlaglöcher sind und umrundet sie geschickt. Mit einem Leihwagen möchten wir hier nicht unterwegs sein!

Samstag, 20.6.2015

Der Himmel ist heute Morgen bedeckt und die Sonne kommt nur sporadisch durch die Wolken. Wir nutzen den Tag zu einem Spaziergang am Strand entlang. Bei Ebbe ist der kilometerlange weiße Sandstrand 30-50m breit, bei Flut reicht das Wasser bis an die ausgewaschenen Felsen aus Korallenkalkgestein. Hier unsere Beobachtungen:

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Strand vor dem Hideaway Hotel

Als wir uns das Hideaway Resort anschauen wollen, werden wir von der Security nicht hineingelassen. Die Wachleute weigern sich auch, uns zur Rezeption zu bringen, damit wir uns einen Prospekt holen können.

Wir stellen jedenfalls fest, dass uns der Strand vor dem La Gemma dell´Est am besten gefällt:


Montag, 22.6.2015

Heute sieht es nicht so gut aus mit dem Wetter. Bis zum Mittag regnet es. Erst am Nachmittag klart es etwas auf und es ist ziemlich kühl - wenn man bei 24°C diesen Ausdruck verwenden will. Am Abend ist der Himmel wieder wolkenlos und klar. Wir fotografieren nach dem Sonnenuntergang die beleuchtete Anlage mit dem Pool und der Sunsetbar.

Jeden Abend verwandelt sich nach Sonnenuntergang die Hotelanlage in eine romantische Farbenpracht.


Mittwoch, 24.6.2015

Um 9:00 Uhr starten wir unseren Ausflug zur Gewürzfarm. Der Minibus von Xperience Tours steht pünktlich mit Ismail als Reiseleiter und Mauil als Fahrer vor der Tür. Die Fremdsprachenkenntnisse von Ismail sind nicht viel besser als die von Mohamed von unserer vorigen Tour. Er spricht genau so schlecht Deutsch wie Englisch. Allerdings ist er etwas cleverer und weiß ein bisschen besser Bescheid. Er hat auch eine Landkarte mit und wir finden darauf unser Tagesziel: die Gewürzfarm Kizimbani, die 15 km nordöstlich von Stonetown liegt.
Als erstes weist er uns auf der Landstraße auf die "Kuhtaxis" hin. Da wir mit dem Begriff nichts anfangen können, erklärt er, dass man darunter einen einachsigen Karren versteht, der von einem Rind gezogen wird. Man kann sie für den Personen- oder Frachttransport mieten.


"Kuhtaxi" mit Fahrer, der neue Termine per Handy vereinbart


"Kuhtaxi", das lediglich 5 Moniereisen zur Baustelle bringt

In Mkokotoni halten wir auf dem Fischmarkt. Hier einige Fotos davon:
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Fischmarkt in Mkokotoni

Die Fischer präsentieren ihren Fang von der Nacht oder dem frühen Morgen. Das Angebot ist nicht berauschend. Alle Fischer schauen uns erwartungsvoll an, ob wir etwas kaufen, denn sonst ist keiner da, der etwas kaufen will.

Es sieht alles sehr primitiv aus; die Fischer sitzen auf der Betonmauer und unterhalten sich kaum. Sie warten einfach stumm auf einen Käufer. Irgendwie ist das bedrückend. Wir bahnen uns den Weg zwischen ihnen hindurch und und schauen uns die Fische an: ein Kingfisch, Teile von Thunfischen, aufgeschnittene Mantas, ein paar Krebse und kleine Fische, die wir auch an unserem Strand beobachtet haben. Es ist eine ärmlich Ausbeute. Ähnlich ist es auch mit dem Obst und Gemüse, das von den Bauern hier angeboten wird.
Wir biegen von der Hauptstraße ab und fahren über einen holprigen Feldweg zur Gewürzfarm. Unterwegs weisen schon einige Schilder auf andere Gewürzfarmen hin, aber wir erfahren von Ismail, dass alles hier in staatlicher Hand liegt und die Bauern keine Gewürze selbst verkaufen dürfen. Es wird zwar viel Schwarzhandel betrieben, weil in Kenia ein Kilo Gewürznelken deutlich besser zu verkaufen ist als hier, aber der wird bestraft.

Der Blick über das Armaturenbrett unseres Minibusses vermittelt ein realistisches Bild von den Straßen im Innern Sansibars: Die Hauptstraße ist asphaltiert, aber links und rechts ohne Begrenzung. Die nach links abbiegende Nebenstraße ist eine Schotterpiste.An der Straßenkreuzung ist eine Haltestelle, von der gerade der Daladala (Sammelbus) abfährt. Die Frauen warten auf einen anderen Bus, das Kuhtaxi auf Fahrgäste. Wer es sich leisten kann, hat einen Motorroller, die anderen haben ein Fahrrad. Privatautos sieht man kaum auf der Straße. Handys haben alle, die sich mit Tourismus oder Handel beschäftigen. Die Bauern und Fischer sind zu arm dafür.

An der Spicefarm begrüßt uns der neue Führer, der uns die Farm zeigen und erklären soll. Er ist noch sehr jung und müsste  eigentlich in die Schule. Aber da verdiene er nichts, sagt er; er müsse zum Verdienst seiner Familie beitragen, die hier auf der Farm arbeite. Die Mutter verdiene 50 Dollar im Monat, weil die Frauen schlecht bezahlt würden und sehr schwer sei, der Vater verdiene 400 Dollar im Monat.

Ismail, unser Führer, hat uns hierhin gefahren, versteht aber von den Pflanzen nicht viel. Er lässt sich auch wie wir die einzelnen Bäume und Sträucher erklären. In der Hand hält er einen Zweig des "Lippen-Baumes", der dort so genannt wird, weil die Farbe der Blüten von den Sansibaris zum Schminken verwendet wird. Einen anderen Namen für den Baum kennt er auch nicht.
Zuerst müssen wir raten, welche Bäume das sind, unter denen wir stehen. Wir tippen auf einen Maracujabaum, weil die Früchte so aussehen. Dann holt er eine herunter und zerlegt sie mit einem Messer. Wir sind ganz erstaunt, dass es schöne rote Muskatnüsse mit weißen Streifen sind, die zum Vorschein kommen. Er versucht uns zu erklären, was man mit den Muskatnüssen machen kann, aber er spricht nur ein paar Brocken Deutsch und Englisch. Außerdem wissen wir, wozu man Muskatnüsse verwendet.
Die wunderschönen roten Blüten von dem Lippenbaum auf dem Bild rechts färben in der Tat so intensiv, dass wir anschließend die Farbe kaum noch von unseren Fingern bekommen.
Inzwischen fängt es an zu regnen und Ismail flitzt zurück zum Minibus, um ein paar Schirme zu holen. Aber vor uns liegt die Community Kizimbani, das ist die Dorfgemeinschaft der Gewürzfarm.


Die Blüten des Lippen-Baums

Hier einige Fotos von unserem Besuch im Dorf und auf der Gewürzfarm:
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Dorfstraße in der Community Kizimbani

Die Arbeiter wohnen mit ihren Familien in der Community. Sie haben zwar Steinhäuser, aber alles sieht ziemlich ärmlich aus.

Der Besuch in der Gewürzfarm war irgendwie enttäuschend und deprimierend. Zum einen waren wir enttäuscht, wie chaotisch die gesamte Plantage war. Wir haben in Mittelamerika Gewürzplantagen gesehen, die wesentlich besser organisiert waren. Zum anderen waren wir entsetzt über die Koranschule. Wenn 50 Kinder in einem kahlen Raum auf dem nackten Fußboden sitzen und haben weder Spielzeug noch Schreibmaterial oder Bilder zum Lernen zur Verfügung, wie soll dann das geistige Potenzial dieser Kinder ausgeschöpft werden? Durch Nachsprechen oder Nachsingen von irgendwelchen Koranversen? Oder will man die Kinder bewusst dumm halten?
Alle Kinder guckten uns jedenfalls mit großen offenen und fragenden Augen an und wir haben uns geschämt, dass wir nicht einmal einen Kugelschreiber oder Malstifte für sie mitgebracht hatten. Wenn wir noch einmal nach Sansibar kommen würden, würden wir das unbedingt machen, denn diese Kinder bekommen nichts von dem mit, was die Erwachsenen vom Tourismus abschöpfen.
Als wir nämlich wieder in unserem Hotel ankommen, stellen wir fest, dass wir über 50 Dollar an Trinkgeldern ausgegeben haben (Reiseführer, Fahrer, Guide auf der Farm, Kokospalmenbaumkletterer, Parfümfläschchen, Gewürzpäckchen), dass die Kinder in der Community aber für dieses Geld einen hohen Gegenwert an Lernmaterial hätten bekommen können. Man denke nur, wie viele Malstifte und Papier wir dafür hätten kaufen können!
Diejenigen, die im Touristikgeschäft sind, nehmen die Touristen aus. Der Junge, der uns durch die Farm geführt hat und eigentlich in die Schule hätte gehen müssen, war z.B. sichtlich enttäuscht, dass wir ihm nur 3 Dollar Trinkgeld gegeben haben. In seinen Augen ist das sicher verständlich, denn er hat in dieser Zeit aus Palmzweigen ein Handtäschchen, ein Armband, einen Ring, einen Frosch und eine Krawatte geflochten. Andererseits war seine Führung durch die Plantage mangelhaft. Wir können ihm das aber nicht verdeutlichen.
Jedenfalls empfinden wir die Spicetour als Touristenfalle und wenig ergiebig. Der dicke Verdienst liegt wieder eindeutig bei der Agentur, die diesen Ausflug vermittelt.

Im Übrigen stellten wir zu Hause fest, dass es sich keinesfalls lohnt, irgendwelche Gewürze vor Ort zu kaufen, denn der Preis in Europa ist deutlich günstiger. Für 1kg Nelken hätten wir in Sansibar 40 Dollar bezahlen sollen, während sie in Deutschland im Online-Handel für 28 Euro zu haben sind.

Freitag, 26.6.2015

Ein blauer Himmel weckt uns heute Morgen. Es ist noch Flut und das Wasser bedeckt den gesamten Strand. Ich schnappe mir meine Flossen, die Tauchermaske und nehme die Kamera mit. Mal sehen, was sich so im Wasser tummelt. Das Meer ist ziemlich klar heute und die Wellen sind sehr sanft. .Leider sind nur kleine Sardinen in großer Zahl zu sehen, einige Trompetenfische und einige etwas größere, die auch auf dem Markt angeboten werden. Sie haben eine Länge von 10-20 cm -  wie sie heißen weiß ich aber nicht. Dieselbe Beobachtung habe ich im Übrigen auch an den anderen Tagen festgestellt. Wenn man tropische Fische beobachten will, muss man einen Ausflug auf die vorgelagerten kleinen Inseln machen. Es werden solche Ausflüge vom Hotel aus angeboten und natürlich auch von den Fischern in Kendwa und in Nungwi.  Darauf haben wir aber verzichtet.


                                          Ein Schwimmer zwischen dem Sardinenschwarm

    Ein Fischschwarm schießt wie wild durch die Wasseroberfläche

Am späten Nachmittag und am Abend versammeln sich seltsamerweise die Sardinen in großer Zahl immer in der Nähe der Sunsetbar. Wenn ein Schwimmer in ihre Nähe kommt und sie mit seiner Camera fotografieren will, weichen sie in einem Bogen geschickt aus und schwimmen in einem Verband um ihn herum.  Viele Gäste beobachten das Schauspiel jeden Abend von der Bar aus. Tausende Fische sammeln sich zu einem großen Pulk und schwimmen völlig geruhsam miteinander umher.
Plötzlich schießen aber einige wie wild aus dem Wasser und springen über die Wasseroberfläche durch die Luft. Tausende machen es ihnen nach und es entsteht ein wilder Wirbel, wie auf dem linken unteren Bild zu sehen ist. Die Ursache können wir nicht erkennen. Die Fischer beobachten das Schauspiel natürlich auch und versuchen die Fische zu fangen. Dazu  fahren sie mit ihrem Boot schnell um den Fischschwarm herum und lassen ihr Netz ins Wasser fallen. Sie versuchen, den Schwarm einzukreisen. Da sich das alles in der Nähe des Strandes abspielt, wo das Wasser flach ist, reicht das Netz bis auf den Boden. Wenn der Kreis geschlossen ist, ziehen sie
das Netz ein und die Fische sind gefangen. Das ist eine mühselige Arbeit und der Erfolg ist nicht garantiert, denn oft entweichen die Fische. Die Fischer hoffen allerdings, dass durch die Schwärme der kleinen Fische größere Fische angezogen werden, die sie dann auch im Netz haben.

Den Fischfang sehen Sie in dem Video rechts. Es ist frustrierend, wenn die Fischer nach dem mühseligen Einzug des Netzes erkennen, dass sie nichts gefangen haben. Ich habe mich richtig geschämt, dass ich das gefilmt habe, denn zum Schluss hat ein Fischer vor
                        Sardinen-Fischfang am Strand von Sansibar

Wut und Enttäuschung eine Sardine nach mir geworfen. Den Ton habe ich aus dem Video herausgeschnitten, weil  das Rauschen des Windes so störend war und die Flüche der Fischer so wütend waren. Vielleicht haben sie mich mit meiner Camera und dem Filmen des Vorgangs auch dafür verantwortlich gemacht, dass sie nichts gefangen haben.

Jedenfalls habe ich begriffen, wie bitter das Leben der Fischer ist. Immerhin waren es 11 Leute auf dem Boot, die eine Stunde lang hart gearbeitet und nichts gefangen haben. Und sie hatten wenigstens ein Boot mit einem Außenbordmotor. An anderen Tagen habe ich Fischer beobachtet, die keinen Motor besaßen und ihr Glück mit einem Netz versucht haben. Und zwei Tage später haben wir auch eine Gruppe von Frauen gesehen, die vom Strand aus ohne Boot in voller Kleidung ins Wasser gestiegen sind und ihr Glück mit einem Netz versucht haben. Ich habe das von unserer Sunsetbar aus verfolgt, wie sie mit Plastikschüsseln auf das Wasser geschlagen haben, um die Fische ins Netz zu treiben. Das habe ich leider nicht gefilmt, aber ihren Rückweg am Strand nach Kendwa fotografiert. Auch sie gingen völlig frustriert nach Hause. Zwei von ihnen tragen das grüne Nylonnetz.


Frauen mit Fischernetz auf dem Rückweg nach Hause


Montag, 29.6.2015
 
Bei einem Spaziergang am Strand besuche ich die Maler, die im Schatten der überhängenden Felsen am Ufer ihre Staffeleien aufgestellt haben. Während der Zeit der Ebbe können sie hier ihre bunten Bilder herstellen und sicher sein, dass auch Touristen vorbeikommen und evtl. welche kaufen.


Die Themen sind bei allen ziemlich gleich: schlanke Giraffen oder Massaikrieger, die Big Five, die man auf einer Safari unbedingt sehen will, stilisierte Fischschwärme, palmenbewachsene Strände mit blauem Himmel oder bei Sonnenuntergang. Alles muss sehr farbenfroh sein.


Dienstag, 30.6.2015

Letzter Tag im Paradies. Der Himmel ist bedeckt und der Wind kühl. Aber am Abend gibt es wieder einen schönen Sonnenuntergang. Nach dem Abendessen checken wir aus und packen unsere Koffer, denn um 3:45 Uhr am frühen Morgen wollen wir geweckt werden. Das Taxi haben wir für 4:25 Uhr bestellt.

Mittwoch, 1.7.2015

Im Restaurant sitzen schon morgens um 4:00 Uhr einige Gäste, die ebenfalls abreisen. Es steht ein kleines Frühstücksbüffet aus Brot und Backwaren zur Verfügung, Tee kann man sich aufschütten und Kaffee ist im Warmhaltebehälter. Der schmeckt allerdings scheußlich, sodass wir darauf verzichten.
Unser Taxi ist schon da, als wir an der Rezeption ankommen. Die Fahrt durch die dunkle Nacht ist nicht einfach, zumal es zwischendurch regnet, aber der Fahrer meistert die Strecke in genau 60 Minuten.

Am Flughafen stehen zwei Kontrolleure und lassen sich die Pässe zeigen. Die müssen sich wohl selbst ernannt haben. Wir merken das erst, als sie die Hand für ein Trinkgeld aufhalten. So fällt man eben als Tourist leicht auf alles rein. Unser Gepäck muss durch die Durchleuchtungsmaschine und wir müssen jeder 49 Dollar Ausreisegebühr bezahlen. Danach kommt noch der Immigration-Schalter, wo wieder ein Foto gemacht wird. Um 6:20 Uhr landet die Boeing von Condor und die gesamte Crew wechselt. Die Sonne geht gerade auf und das Licht spiegelt sich auf der nassen Betonpiste. Um 8:00 Uhr heben wir ab und sind 35 Minuten später am Gate des Flughafens von Mombasa, wo wir mit den ca. 80 anderen Passagieren eine Transferkarte für den Abflugbereich bekommen. Dort sind einige Souvenirgeschäfte und Schnellimbisse. Es


Sonnenaufgang am Flughafen von Sansibar

dauert aber nicht lange, bis der Aufruf  für den Weiterflug nach Frankfurt kommt und wir müssen 2x durch den Securitycheck, um in den Warteraum am Gate zu gelangen, wo schon zweihundert Leute sitzen, die von Mombasa nach Frankfurt fliegen. Voll ist die Maschine allerdings nicht. Es nieselt leicht, als wir um 10:15 auf der Startbahn stehen. Die Flugzeit nach Frankfurt wird mit 8 Std. 15 Minuten angegeben.
Nach einer halben Stunde haben wir einen tollen Blick auf den Kilimanjaro. Das Essen ist hervorragend und der Flug total ruhig. Über Europa ist schönes Wetter und es ist eine Freude, die wohlbestellten Felder an der Donau und in Österreich aus 10 km Höhe zu betrachten. Um 18:40 Uhr landen wir; hier in Frankfurt ist es jetzt 17:40 Uhr. Da wir zu früh angekommen sind, muss die Maschine auf einer Außenposition  stehen bleiben. Eine Stunde später stehen wir immer noch am Gepäckband

Der Kilimanjaro ragt mit der Spitze durch die Wolken

und warten auf unseren zweiten Koffer, der nicht aufzufinden ist. Es lässt sich nicht feststellen, ob er in Frankfurt ist oder in Mombasa oder Sansibar geblieben ist. So geben wir eine Verlustmeldung auf und verabschieden uns. Draußen sind es 35°C - wärmer als in Sansibar. Das freut uns - und dass unser Koffer zwei Tage später  gebracht wird, auch.

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Mittwoch, 8.2.2017

Wir sind schon wieder in Sansibar! Schuld daran ist die Condor, die uns einen superpreisgünstigen Business-Flug dorthin angeboten hat.  Das wollten wir uns nicht entgehen lassen und haben uns den schon fast ein Jahr vorher gesichert. Leider hatten wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn in dieser Zeit hat das Hotel La Gemma dell ´Est die Preise um 50 % erhöht. Darüber waren wir stinksauer, wollten aber kein anderes Hotel nehmen, weil uns gerade dieses mit dem schönen Strand und dem erstklassigen Service so gut gefallen hatte.
Was uns nicht so gut gefallen hatte, war unser Bad im Zimmer 101, das im Gegensatz zu den anderen Räumen nebenan nicht renoviert war. So hatte ich eine Mail zum Hotel geschickt und von Timo Maier, dem Reservation-Manager eine Nachricht bekommen, das sei jetzt erfolgt und er würde sich freuen, uns dort begrüßen zu dürfen.

Bei unserer Ankunft werden wir nett begrüßt und bekommen auch wieder das gewünschte Zimmer 101. Wir sind enttäuscht, dass nichts renoviert wurde und alles genau so wie vor zwei Jahren aussieht.  Aufgrund unserer Beschwerde wird uns angeboten, nach zwei Tagen in Nr. 105 zu wechseln und ab 22.2. in eine Suite zu ziehen. Das besänftigt uns ein wenig und wir nehmen uns vor, alles sportlich zu sehen und uns den Urlaub nicht verderben zu lassen.

Leider müssen wir feststellen, dass sich gegenüber unserem Aufenthalt vor zwei Jahren vieles verschlechtert hat. Deshalb will ich in dem folgenden Bericht nicht die einzelnen Tage aufführen, sondern die wesentlichen Änderungen gegenüber 2015 beschreiben, zumal der Aufenthalt in einer ganz anderen Jahreszeit stattfand.
 

Donnerstag, 9.2.2017

Unser erster Tag beginnt entspannt. Wir haben gut geschlafen und stehen um 8:00 Uhr auf. Es hat in der Nacht geregnet und die Wege zum Pavillon-Restaurant sind sehr glitschig. Für Leute, die nicht gut zu Fuß sind, ist diese Anlage wirklich nichts. Auf den Hauptwegen hat man deshalb schon einen Streifen anders zementiert.  Der Himmel ist bedeckt und manchmal tröpfelt es. Das Frühstück lässt keine Wünsche offen. Besonders das Angebot an tropischen Früchten ist fantastisch. Die Mangos und Papayas sind sehr süß und auch die Grapefruits, die am Büffet filettiert werden. Im Vergleich zu unserem Urlaub vor zwei Jahren hier scheint sich die Qualität der Küche nicht verändert zu haben.
Bei meinem ersten Strandspaziergang stelle ich fest, dass neben dem Hideway Resort nebenan ein neues Luxusresort gebaut wird. Alles ist abgesperrt und der Baulärm dringt bis zum Strand., An der Rezeption fragen wir nach und erfahren, dass es ein tschechischer Konzern sein soll, der das Hotel baut. Das wird sicher eine schöne Anlage, denn der originäre Palmenbewuchs und die Weitläufigkeit versprechen einen traumhaften Garten. Und der Strand davor ist genau so traumhaft:


Neue Hotelanlage im Bau neben dem Hideway-Resort


Der Strand vor der neuen Anlage ist fantastisch

Der Baulärm ist harmlos gegen den Krach, den die Feriengäste auszuhalten haben, die ein Stück weiter in Kendwa im Gold Sansibar Hotel wohnen. Sie berichten mir von den Presslufthämmern, die von morgens bis abends rattern und sind stinksauer. Die Buchungen über Secret Escapes, Tui oder Thomas Cook sind dort ziemlich preiswert, aber wenn man es recht betrachtet, hat das 5-Sterne Resort nur 3 Sterne nach europäischem Standard verdient. Aber das ist eigentlich klar: Der Strand zwischen Nungwi und Kendwa ist der schönste Strand der Insel und da ist es kein Wunder, dass die Hotelkonzerne versuchen, dort eine neue Anlage zu etablieren.

Am Abend teste ich die Übertragungsgeschwindigkeit der Internetverbindung, die für alle Zimmer per WLAN zur Verfügung gestellt wird. Schließlich sind große Masten in der Anlage verteilt, die das Signal verstärken und verteilen. Bei Speedtest komme ich auf 2469 kbit/s für einen Download und 841 kbit/s für Uploads. Im Gegensatz zu unserem Aufenthalt 2015 erhält man jetzt in der Rezeption einen persönlichen Code, der 7 Tage gültig ist. Dann muss man ihn erneuern. Die Verbindung ist nicht verschlüsselt und vielfach von den deutschen Servern geblockt, weil sie nicht vertrauenswürdig ist.
Ärgerlich finden wir auch, dass im Fernsehen kein deutscher Sender mehr zu empfangen ist und dass man sich an Stromausfälle gewöhnen muss. Ein Streaming von Filmen über das Internet ist nur mit Ruckeln oder Aussetzern möglich.

Samstag, 11.2.2017

Wir sind inzwischen unter Mithilfe des Reception Managers Timo Maier in das Zimmer 105 umgezogen und sind sehr zufrieden. Wir stellen fest, das die Temperaturen hier im Februar deutlich höher sind als im Juni oder Juli. Am Tage kommen wir so auf 30° C im Schatten und am Abend auf 26 °C. Es sind auch mehr Moskitos da oder Sandflöhe, denn ich habe in der Nacht vier Stiche von irgendwelchen Viechern bekommen, die unheimlich jucken.
Ich mache einen langen Strandspaziergang in Richtung Nungwi bis zum Hilton Double Tree Resort. Der anfangs so schöne Strand wird hinter dem Royal Sansibar Hotel immer schlechter. Schließlich geht das Wasser bei Ebbe so weit zurück, dass man die Brandung gar nicht mehr sieht. Da können wir nur froh sein, dass wir das Hilton nicht gebucht haben.


Strand vor dem Hilton Doubletree Hotel bei Ebbe


Strand vor dem Hilton Doubletree Hotel bei Ebbe

Fotomotive bieten sich dennoch  genug, weil die meisten Fischerboote wegen der Ebbe auf Grund liegen. Alle Fischer arbeiten fleißig auf den Booten und an den Netzen, um für den Start bei der nächsten Flut wieder fit zu sein.


Strand vor dem Hilton Doubletree Hotel in Nungwi bei Ebbe

Sonntag, 12.2.2017

Es ist ein heißer Tag mit wenig Wind, aber im Schatten unter den Palmen lässt es sich aushalten. Zur Happy Hour in der Sunsetbar erleben wir eine Überraschung, denn Jim Beam und Jack Daniels kosten jetzt plötzlich 6 Dollar  zusätzlich - auch für All Inclusive Gäste. Das war vor zwei Jahren noch nicht so. Auch andere Edelmarken werden nicht mehr kostenlos eingeschenkt. Aber unsere Passionfruit Colada und der Caipirinha sind sehr gut. Wir genießen den schönen Sonnenuntergang und beobachten die Fischer, die mit ihren Booten jetzt nach Kendwa zurückfahren:


Wie jeden Abend begeistert der Sonnenuntergang von der Sunsetbar.

Montag, 13.2.2017

Als wir nach dem Frühstück zum Strand hinuntergehen und uns eine freie Liege aussuchen wollen, sind wir sehr erstaunt, dass so viele Liegen unter den Sonnendächern bereits mit Handtüchern und Büchern belegt sind. Und gerade die attraktiven vorn am Meer! Gerde das hatten wir doch vor zwei Jahren so geschätzt, dass keine Liegen reserviert waren und man völlig entspannt sich etwas aussuchen konnte.
Wir fragen die Boys an der Handtuchausgabe und erfahren, dass sie das für uns auch gerne erledigen würden. Wir sollten nur sagen, welche Liege wir haben wollten und die wäre dann am nächsten Morgen für uns reserviert. Für 1$ Trinkgeld machen die Boys nämlich alles und so werden auch wir in die Korruption hineingezogen, die in Sansibar so verbreitet ist. Für Morgen sind auch wir mit der Methode einverstanden. Die Bücher haben die Jungs in ihrer Handtuchbude und machen so die Belegung plausibel.
Mittags schauen wir uns die Kataloge der Reiseveranstalter im Lobby-Café an: Neben den italienischen und deutschen Reiseveranstaltern wie TUI, Meiers, DERTour und Thomas Cook sind auch Kuoni, zwei tschechische und zwei polnische Veranstalter sowie einer aus Lettland dabei. Das ist erstaunlich. Die meisten fliegen mit Oman Air. Von Israel sehen wir keinen Katalog, obwohl uns der Manager gesagt hat, dass sehr viele israelische Gäste im Hotel seien.
Die Ausflüge sind alle sehr teuer, die kann man in Nungwi oder Kendwa am Strand deutlich preiswerter bekommen. Da wir aber einen Deutsch sprechenden Führer für Stonetown wollen und spezielle Wünsche haben, buchen wir für 50 $ pro Person bei Zaritours eine private Tour.
 

Mittwoch, 15.2.2017

Um 9:00 Uhr geht es mit Zaritours los. Am Hoteleingang steht ein komfortabler Bus mit Fahrer und Rashidi, unser Guide empfängt uns. Er spricht leidlich gut deutsch und wir besprechen unser Tagesprogramm.
Eine Stunde später sind wir in Stonetown und spazieren über den Markt. Auf der einen Seite der Markthalle werden die Fische an die Händler versteigert, die sie 20 m weiter in der Halle an die Kunden verkaufen. 


Die Fischer bieten ihre Fische in der Auktion an. Sie werden von den Händlern ersteigert.


Die Händler haben ihre eigenen Stände und bieten dort die von den Fischern ersteigerten Fische an.

Es riecht seltsam in der Halle - ein Stück weiter bei dem Rindfleisch und dem (wenigen) Ziegenfleisch auch. Ziegenfleisch ist teuer, weil nur wenig angeboten wird.
Für Geflügel gibt es eine eigene Markthalle, aber auf die verzichten wir, als wir den großen Korb mit den Küken  und jungen Hühnern sehen:
Die hygienischen Bedingungen, unter denen das Fleisch  auf dem Markt verkauft wird, können natürlich nicht mit denen verglichen werden, die wir von Europa gewöhnt sind.
Beim Gang durch die Altstadt sind wir gespannt, was sich in den letzten beiden Jahren verändert hat, denn die UNESCO finanziert den Aufbau. Aber alles ist verfallen und schmutzig, nur wenige Häuser sind renoviert. Das fällt sehr ins Auge, wenn man die Haustüren miteinander vergleicht.
Wir besuchen anschließend das alte Fort, wo wir beim letzten Mal nicht gewesen sind, spazieren am House of Wonders vorbei und machen Fotos vom Hafen, wo das Laden und Entladen der Boote wie im Mittelalter immer noch Hand geschieht:

Auf dem Foto wird gerade Holzkohle entladen, die mit den Booten vom Festland herübergebracht wurde. Der von den Fluten zerstörte Kai wurde nicht repariert und die Hafenarbeiter bahnen sich mühsam den Weg über die gebrochenen Betonplatten.

Zwischendurch erfahren wir von Rashidi einiges über die Geschichte Sansibars, wie z.B., dass ein Lehrer oder Polizist etwa 100-200 Dollar im Monat verdient, dass es keine Krankenkasse und Altersversicherung gibt und die Kinder die Alten ernähren müssen. In den normalen Schulklassen sitzen zwischen 70-80 Schüler und in den Privatschulen die Hälfte. Wenn eine unverheiratete Frau schwanger wird, muss der Mann sie heiraten oder er wird bestraft. Er kann sich aber aus dem Staub machen, im Nachbardorf unterkommen oder auf dem Festland. Wenn er dann nach drei Jahren wieder zurück kommt, ist fast alles vergessen und nicht mehr so schlimm. Er gibt dann ein Bakschisch und alles ist wieder gut. So ist das übrigens auch, wenn man von der Polizei wegen eines Verkehrsdeliktes erwischt wird: Man gibt sein Fehlverhalten gegenüber dem Polizisten zu, entschuldigt sich und gibt ihm einige Schillinge als Bakschisch in die Hand. Damit ist dann die Sache erledigt...

Wir müssen begreifen, dass die afrikanischen Traditionen und Verhältnisse nicht so einfach geändert werden können, wie wir uns als Europäer das vorstellen.  So ist das auch mit der Schulbildung der Kinder: Die müssen teilweise 4 bis 4 km zur Schule laufen und das ist in der Hitze, in der Regenzeit oder während des Ramadans zuviel. Aber statt den Kindern das Essen zu erlauben und sie in die Schule zu schicken, hält man sie zu Hause. Während der Erntezeit sowieso, denn da sollen sie bei der Feldarbeit helfen. Die Schulpflicht wird nicht überprüft und für Mädchen teilweise als sehr überflüssig angesehen, denn Bildung braucht man zum Kinderkriegen nicht. Ahmed, ein 22 jähriger Familienvater, erzählt uns einige Tage später, als wir ihn danach fragen, dass es ja sehr sinnvoll sei, dass man möglichst viele Kinder mache, denn die brauche man ja, damit sie einen später ernähren könnten. Und wenn man 10 Kinder hätte, dann wäre der Anteil für den Einzelnen nicht so hoch. Wenn man nur zwei hätte, wäre die Belastung viel zu groß.


Donnerstag, 16.2. 2017

Eigentlich sollte es heute Abend einen afrikanischen Abend geben, aber der ist auf Samstag verschoben worden, weil eine große Gruppe aus Südafrika am Samstag kommen soll. Es ist eine Firma, die hier als Belohnung für die Mitarbeiter ein entspanntes Wochenende gebucht hat. Wir erfahren auch, dass nachgefragt wurde, ob denn genug alkoholische Getränke vorhanden seien und mitgeteilt wurde, dass man einen eigenen Arzt mitbringen werde.
Wir sind sehr gespannt, wie sich das entwickelt. Jedenfalls ist es den ganzen Tag über bedeckt, was wir aber gar nicht schlecht finden.

Freitag, 17.2.2017

Anscheinend ist das Hotel heute ziemlich leer. Am Strand ist die Hälfte der Liegen weggeräumt worden, weil die große Gruppe erwartet wird, für die ein Büffet am Strand aufgebaut wird.

Es ist ein heißer Tag und wir müssen unsere Liegen immer weiter in den Schatten rücken. Ich setze mich auf eine Klippe am Strand und fotografiere die "Plastik-Massai", wie sie von den Einheimischen genannt werden. Manche sind echte Massai, andere haben sich als Massai-Krieger verkleidet und bilden  mit ihren farbenfrohen Kostümen exotische Fotoobjekte für die Touristen. Besonders die italienischen Touristinnen sind lockende Ziele, die sie bei ihren Spaziergängen ansprechen und dann begleiten. Inzwischen sprechen viele von ihnen recht gut italienisch.


"Plastik-Massai" sind bei Strandspaziergängen exotische Begleiter für viele Touristinnen

Natürlich haben auch alle die Fotosucht der Touristen als neue Geldquelle entdeckt. Ein typisches Beispiel: Am Strand liegt ein Seestern - eigentlich nichts Besonderes. Ein Massai hebt ihn auf und sofort fragen 4 Touristen brav, ob sie ihn fotografieren dürfen. Sie haben ja vom Reiseleiter erzählt bekommen, dass die Massai es ja nicht gern haben, wenn man sie fotografiert und deshalb solle man sie vorher fragen.  "Zwei Dollar" sagt er und die Touristen zücken die Cameras und die Portemonnaies...
 
Das gab es vor zwei Jahren noch nicht. Eigentlich schade, aber man kann es den Einheimischen nicht verdenken, dass sie sich auf diese Weise das Geld für ihren Lebensunterhalt verdienen wollen. Ein Stück weiter treibt ein Rinderhirt seine Tiere am Strand entlang, die bei Ebbe das Seegras fressen, das nun frei liegt. Natürlich kommen Strandwanderer vorbei und fragen, ob sie ein Foto machen dürfen. Er nickt und hält stumm die Hand auf... Der Dollar wechselt den Besitzer und der Tourist ist zufrieden mit seinem Foto.
Der Rinderhirt braucht nur bei Ebbe mit seinen Rindern den Strand entlang zu wandern und hat anschließend so viel verdient, dass er damit mehr in der Tasche hat als jeder Fischer, der mühsam die Netze auslegen muss und nicht weiß, was er abends darin finden wird.

Smartphones haben alle - es ist das neue elektronische Spielzeug, das die Koreaner hier auf die Insel gebracht haben. Fotos und Selfies sind nicht nur bei den Touristen begehrt, sondern auch bei den Plastik-Massai.
Am Nachmittag ist die südafrikanische Firma eingetroffen und es wird deutlich lauter am Pool. Zur Happy Hour gibt es einen wunderschönen Sonnenuntergang, aber jetzt fahren die Dhaus mit dröhnenden Trommeln und gröhlenden Touristen vorbei und stören die Idylle. Die Fahrten zum Sonnenuntergang haben sich zu Saufgelagen mit übermütigen Touristen entwickelt, die jauchzend von Bord ins Wasser springen.

Samstag, 18.2.2017

Der Himmel ist bewölkt und die Wolken hängen tief. Es regnet zwei Stunden lang und danach kommt die Sonne heraus. Die Touristen erscheinen erst gegen Mittag, aber irgendwie müssen es die Moskitos gemerkt haben, denn ich habe zwei neue Stiche bekommen. Am Nachmittag wird es ziemlich laut am Pool, weil die Gruppe aus Afrika mit Bierdosen im Pool steht und sich lautstark unterhält und johlt.
Ärgerlich ist auch der Krach der herumbrausenden Jetskies. Das gab es ebenfalls vor zwei Jahren noch nicht. Mit der Ruhe ist es also vorbei. Schade.

Zur Happy Hour wird uns ein schöner Sonnenuntergang mit toll gefärbtem Himmel beschert. Leider fahren nicht die richtigen Boote für ein optimales Foto vorbei, aber es überspannt uns dennoch ein stimmungsvoller Abendhimmel:

Die Mädels vom Service haben alle gute Laune, weil die Leute aus der südafrikanischen Gruppe sehr freizügig sind. Sie sind heute in farbenprächtige Nationaltrachten gehüllt und freuen sich über jedes Foto, das man ihnen anschließend zeigt:


Janeth und Felicia lassen sich gern fotografieren und halten anschließend nicht einmal die Hand auf...
 Ich schicke ihnen dafür über die E-mail Adresse einer Freundin das Foto und sie freuen sich mächtig!

Am Abend findet das Büffet im African Village statt mit der lautstarken Gruppe aus Südafrika. Den umgehen wir und essen unten am Strand in der Pizzeria. begeistert sind wir aber nicht, weil das Bier warm ist und die Pizza mäßig.
 

Mittwoch, 22.2.2017

Nach zwei sehr heißen Tagen ist es bedeckt heute Morgen. Nach dem Frühstück hole ich mir einen neuen WIFI-Code an der Rezeption. Der ist jetzt immer nur noch 7 Tage gültig. Schön ist, dass man für das Standup-Paddling und das Kanufahren nichts bezahlen muss. Dafür kommen jetzt immer mehr Anbieter mit Jetskies an den Anlegesteg und animieren die Hotelgäste, ein paar schnelle Runden zu drehen. Das machen dann auch einige und damit ist die Ruhe für die anderen dahin.
Weit unangenehmer finde ich aber, dass heute die ersten Drohnen über dem Hotelgelände entlang fliegen. Mal höher, mal niedriger, mal übers Wasser, mal über den Garten. Der Steuermann ist nicht auszumachen, aber damit ist dann auch eine gewisse Privatsphäre dahin, wenn man damit rechnen muss, ungefragt fotografiert oder gefilmt zu werden. Eigentlich müsste man so etwas verbieten.

Wenn man die Anbieter fragt, wo die besten Stellen zum Tauchen oder Schnorcheln sind, bekommt man sehr unterschiedliche Antworten. Zunächst einmal will jeder die Ganztagestour nach Mnemba Island verkaufen. Das ist das kleine Privatinselchen, das Bill Gates gehören soll. Das Betreten der Insel ist nur denen erlaubt, die in dem dort angesiedelten Öko-Resort wohnen. Am Riff davor darf aber geschnorchelt und getaucht werden. In unserem Hotel kostet die Tour mehr als 100 Dollar, während die Anbieter in Nungwi das für die Hälfte machen. Am Strand laufen viele Verkäufer entlang, die auch solche Touren vermitteln, buche ich eine Privattour zur Insel Tumbatu für den nächsten Tag. Da ich aber allein fahren will und bestimmen, wo ich schnorcheln will, kostet das 45 Dollar. 15 Dollar muss ich anzahlen.

Freitag, 24.2.2017

Um 9:20 Uhr wartet Haji am Anleger, den ich gestern bei Ahmed für einen Schnorcheltrip zur Insel Tumbatu gebucht hatte. Er besitzt ein kleines Kunststoffboot mit Außenbordmotor, das er zu einem Ausflugskahn umgebaut hat. Innen ist er primitiv links und rechts mit Holzbänken ausgerüstet, ein verrostetes Rohrgerüst  mit einer Plane dient als Sonnenschutz.
Am Strand steht Ahmed, dem ich die restlichen 30 Dollar aushändige. Als ich eingestiegen bin, fragt er mich, was ich denn für die Fahrt bezahlt habe. Wahrheitsgemäß antworte ich, dass ich

45 Dollar bezahlt hätte , worauf er wutschnaubend an den Strand zurückläuft und mit Ahmed gestikulierend verhandelt. Der lässt sich aber nicht beeindrucken und schüttelt mit dem Kopf.
Wütend steigt er zu mir ins Boot, lässt den Motor an und fährt los. Immer wieder redet er mit sich selbst und ist wütend. Ich kann zwar nur wenige Worte Kiswahili, aber mit Gesten und einigen englischen Worten erfahre ich, was ihn so wütend gemacht hat: Ahmed hat ihm nämlich erzählt, er hätte den Deal mit mir für 35 Dollar gemacht, 5 Dollar behalte er als Vermittlungsprovision und 30 Dollar wären für ihn. "Papasi, Papapasi!" schimpft er . Ich wusste zwar nicht, was er damit meinte, konnte mir aber denken, dass es ihn wurmte, wieder um 10 Dollar betrogen worden zu sein.
Missmutig steuert Haji das Boot über das Meer. Er erklärt mir, wie viel Geld doch 10 Dollar für ihn sind, wo allein der Sprit schon 5 Dollar kostet, den er für die Tour mit mir verfährt. Ich sage ihm, dass ich ihn vollkommen verstehe, aber wenn er die Vermittler einsparen wolle, müsse er selbst mit den Touristen reden. Das könne er nicht, antwortet er, weil er kein Englisch spräche. Außerdem hätte er nichts anderes zum Anziehen. Alles, was ich in meiner Badetasche außer Flossen, Tauchermaske, Schnorchel und Handtuch habe, sind 5 Dollar, die ich als Notreserve für Getränke unter dem Reissverschluss habe. Die zeige ich ihm und gebe sie ihm.
Das stimmt ihn versöhnlich und seine Laune bessert sich sichtlich. Er setzt sich gerade hin, setzt seinen Hut auf und lächelt zum ersten Mal. Die Welt ist wieder in Ordnung.
Dennoch ist die Ausbeute am Korallenriff sehr mager. Wir fahren um die ganze Insel Tombatu herum und Haji grüsst seine alten Kumpanen, die Fischer, die hier ihre Angeln ausgeworfen haben. Er bedeutet mir, dass er früher auch zu ihnen gehört hätte, aber jetzt mit den Ausflugsfahrten deutlich mehr verdienen würde.
Das Riff ist ziemlich tot; einige Korallenfische tummeln sich zwischen den verbliebenen Korallen. Leider ist das Wasser ziemlich milchig und die Sonnen scheint auch nicht richtig. Schade - dabei sah es so gut aus, als wir abgefahren sind.

Gegen Mittag sind wir wieder zurück am Hotel. Der Himmel ist bedeckt und es weht ein leichter Wind. Viele neue Gäste sind angekommen. Jetzt ist Ebbe und die Händler bevölkern den Strand. Ich erfahre von Coco, unserem einheimischen Animateur, dass "Papasis"  in der wörtlichen Übersetzung "Zecken" bedeutet und dass damit die illegalen Händler und Vermittler, aber auch die Beachboys gemeint sind. "Schlepper, Nepper, Bauernfänger" würde man bei uns sagen.

Montag, 27.2.2017

Ich schwimme am Vormittag bei Ebbe zum Riff hinaus, weil ich viele Fischer mit ihren Booten draußen sehe, die dort nach Polypen tauchen.


Es sind viele Seeigel zwischen den Korallen. Früher war das Riff in Ordnung, jetzt ist es tot und nur an wenigen Stellen sind noch bunte Korallen zu finden.
Die Fischer sind wirklich arme Schlucker. Sehr oft sehen wir sie morgens hinausfahren und mit nur wenigen Fischen oder Polypen zurückkommen.
 
Dienstag, 28.2. 2017

Letzter Tag im afrikanischen Paradies. Nach einem heißen Tag gibt es zur Happy Hour keinen schönen Sonnenuntergang mehr, sondern nur noch lärmende Touristen auf den vorbeifahrenden Dhaus. Wir verabschieden uns von der Kellnerin Florence mit 5 $ Extratrinkgeld und sie ist happy.

Irgendwie ist mir die Insel mit ihren Menschen ans Herz gewachsen. Ich habe inzwischen einen aktiven Wortschatz von 64 Ausdrücken in Kiswahili gelernt und die Kellnerinnen und Kellner freuen sich und lächeln, wenn ich mich von ihnen am Abend verabschiede und "usiku uwa mahaba" sage. Das heißt "Ich wünsche Ihnen eine romantische Nacht." Natürlich lernt man dann im Gespräch mit ihnen auch die Unterschiede zu einer "kimapenzi usiku" und einer "usiku kusisimua", also einer erregenden sexuellen und einer aufregenden Nacht. Wenn ich etwas nicht weiß, gebe ich es in den Google-Übersetzer für Suaheli ein und bekomme die Antwort. Wir lachen uns dann alle zusammen über die englische  Übersetzung kaputt, denn die deutsche verstehen sie ja nicht.
Das italienische Büffet am Abend ist nicht besonders toll, aber es gibt richtig guten Schinken und Parmesankäse.
Das ist wichtig und schafft eine entspannte Atmosphäre. Entscheidend ist jedenfalls, dass sie Spaß haben und lächeln: "Tabasamu - ni muhimu".

Mittwoch, 1.3.2017

An unserem Abreisetag stellen wir fest, dass sich nichts gebessert hat in Sansibar, seit wir vor zwei Jahren hier waren. Nur der Nepp hat zugenommen. Als wir uns nach dem Frühstück von dem Kellner verabschieden, sagt er: "Usiende" ("Fahr nicht weg!") und ergänzt auf Englisch, ich könnte doch noch etwas da bleiben und ein bisschen mehr Kiswahili lernen!. Das rührt mich doch, weil es ehrlich gemeint ist und weil wir immer zusammen gelacht haben, wenn er mir neue Worte beigebracht hatte.

Aber Sansibar ist nicht zu retten und verbleibt wegen der traditionellen Strukturen und der Korruption im Mittelalter. Die koreanischen Smartphones stecken zwar in den Taschen der Sansibari, aber in den Herzen dominieren die animalistischen Vorstellungen Schwarzafrikas und die verkrusteten Lehren des Islam. Schade.

Als wir uns an der Rezeption abmelden, bezahlen wir noch 49.75 Dollar für Postkarten und die Resort Fee, sind dann aber sehr erstaunt, als uns ein Kuvert überreicht wird, in das wir für das Servicepersonal einen "Bakshisi" legen sollen. Das gab es vor zwei Jahren auch noch nicht und es hatte uns doch jemand vom Servicepersonal gesagt, dass in diesem Hotel kein monatlicher oder halbjährlicher Bonus ausgezahlt würde. Wer weiß also, wo das wieder hinwandert...
Wir stecken einen 20 $-Schein hinein und geben dem Porter 2 $ für die Koffer, die er zu unserem Taxi trägt. Für jede kleinste Dienstleistung wird inzwischen ein Trinkgeld erwartet, weil man erkannt hat, dass die Touristen für alles bezahlen und dass es trickreiche Methoden gibt, die Touristen auszunehmen. Das ist ein typisches Merkmal, das wir in fast allen afrikanischen Ländern erlebt haben. So werden die Touristen wie ganz von selbst in den Teufelskreis der Korruption eingebunden: Wenn du eine Gefälligkeit haben willst, dann musst du einen Bakschisch geben. Nicht umsonst ist der Begriff in die Suaheli-Sprache als "bakshisi" übernommen worden.

Bei unserem Check-In am Flughafen brauchen wir im Übrigen keine Ausreisesteuer von 49 $ zu bezahlen. "Heute nicht" sagt der Angestellte am Schalter und hämmert mir den Ausreisestempel in den Pass. Bei meiner Frau vergisst er es und die ist also bis heute amtlich immer noch in Sansibar...

So schön der Urlaub in Sansibar auch war, wir sind erleichtert, als wir in der Condor-Maschine nach Frankfurt sitzen und unter uns die Häuser von Stonetown entschwinden. Die Armut der Bewohner ist nämlich irgendwie beklemmend und erinnert uns daran, wie wir als Europäer die Afrikaner während der Kolonialzeit ausgebeutet haben. Kein Wunder, dass wir jetzt die Quittung bekommen und die Afrikaner Europa überschwemmen, um sich ein Stück von dem Reichtum zurückzuholen, in dem die Europäer schwelgen.
Das war Sansibar. Ich hoffe, der Reisebericht hat Ihnen gefallen.

Weitere Hinweise:

Vielleicht haben Sie ja noch Lust, andere Reiseberichte von mir zu lesen? Dann schauen Sie doch mal auf meine Reiseseite!

 Letzte Aktualisierung dieser Seite am 02.07.17

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